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So feiern die Stars von Ciudad Real in Kiel den Champions-League-Triumph © imago

Die Champions League wird von 32 auf 24 Klubs verkleinert. Doch nicht alle Pläne sorgen für Zustimmung. Sport1.de fragte nach.

Von Wolfgang Kleine

Skopje/Kiel - Die Nachricht verheißt Positives: Die Champions League der Handballer wird künftig nur noch mit 24 statt wie bisher 32 Mannschaften ausgetragen.

Das gab der Europäische Handball-Verband EHF am Rande der Frauen-EM in Skopje bekannt.

Also: Weniger Klubs, auch weniger Spiele? Dafür hatten sich in der Vergangenheit nicht nur viele Topspieler wegen des Terminstresses und der damit verbundenen größeren Verletzungsgefahr ausgesprochen, sondern auch Bundestrainer Heiner Brand.

Doch weit gefehlt: Die Zahl der Spiele bleibt gleich. Demnach soll zunächst eine Vorrunde mit vier Sechser-Gruppen ausgespielt werden. Über den weiteren Modus ist noch nicht entschieden, auch wie viele Mannschaften pro Land starten dürfen nicht.

Schwenker dagegen

Für die Titelentscheidung ist unter anderem ein Final-Four-Turnier im Gespräch.

Doch dieser letzte Plan ist ein Streitthema. Uwe Schwenker-Manager des Finalisten THW Kiel, wehrt sich vehement gegen ein Finel-Four-Turnier. Schwenker gegenüber Sport1.de: "Was soll das? Wo soll das stattfinden? Auf nationaler Ebene wie im Pokal in Hamburg ist das sicherlich ein Gewinn. Aber international bin ich ganz klar dagegen."

Über den Plan wollen sich die Vertreter der acht deutschen Top-Klubs in den kommenden Tagen besprechen. Und da werden heiße Diskussionen erwartet. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Thorsten Storm, Manager der Rhein-Neckar Löwen sieht ein Final-Four-Turnier grundsätzlich positiver: "Es wäre für TV und Medien ein großes Event. Doch wegen des Standorts gibt es Probleme. Wir können solch ein Turnier nicht ständig in Deutschland stattfinden lassen, weil dort die großen Hallen und auch das handballbegeisterte Publikum ist", erklärte er gegenüber Sport1.de.

"Wir Vereine geben das Geld"

Schwenker hatte vor der Entscheidung der EHF als Mitglied des Marketing-Boards auf die Verkleinerung des Champions-League-Feldes hingearbeitet und dafür gestimmt. "Die EHF hat durch Marketing-Studien herausgefunden, dass sich ein kleineres Teilnehmer-Feld besser vermarkten lässt. Die Sache wird dadurch auch für die Medien attraktiver."

Schwenker hält von der Verringerung der Zahl der Spiele allerdings nichts: "Wir Vereine geben das Geld. Da soll dann mal an anderer Stelle einsparen."

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