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Henrik Lundström wechselte 2004 von Redbergslids IK Göteborg zum THW Kiel © getty

Der THW meistert die Pflichtaufgabe Belgrad nach einer Steigerung in Hälfte zwei. Der HSV wahrt auch in Plock seine weiße Weste.

München - Der Deutsche Meister HSV Hamburg hat seine weiße Weste gewahrt, Rekordchampion THW Kiel wieder in die Erfolgsspur gefunden:

Die beiden Nordrivalen haben in der Champions League Kurs auf das Achtelfinale genommen.

Während Hamburg beim 30:26 (14:13) beim polnischen Meister Wisla Plock den fünften Sieg im fünften Spiel feierte, gelang Pokalsieger Kiel beim 36:28 (17:18) gegen den serbischen Champion Partizan Belgrad erst der zweite Erfolg im vierten Gruppenspiel.

"Es war ein schwieriges und wichtiges Auswärtsspiel, das wir verdient gewonnen haben", sagte HSV-Trainer Per Carlen. Sein Team führt die Gruppe C souverän an.

Leistungssteigerung nach der Halbzeit

Am 51. Geburtstag von Carlen taten sich die Norddeutschen allerdings eine Halbzeit lang schwer und machten erst nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte den 14. Pflichtspielsieg in Serie perfekt.

Plock hielt bis zum 16:17 (34.) mit, anschließend kam der HSV-Express aber ins Rollen und lag in der 38. Spielminute erstmals mit fünf Toren vorn. Im weiteren Spielverlauf konnten sich die Norddeutschen sogar noch deutlicher absetzen (45./24:17).

Gutes Spiel von Beutler

Hamburg behauptete den Vorsprung lange Zeit souverän, ließ Plock aber in der Schlussphase wieder bis auf drei Tore herankommen.

Erst in der vorletzten Minute sorgte Michael Kraus mit dem Treffer zum 30:26 für die Entscheidung. Einziger Wermutstropfen beim Erfolg war eine Knöchelverletzung von Marcin Lijewski.

"Wir haben dann zu unserem Spiel gefunden, und über das Tempo sind wir zu einfachen Toren gekommen", sagte Nationalspieler Pascal Hens, der acht Treffer erzielte. Torhüter Dan Beutler überzeugte mit 23 Paraden.

"Sind es zu lässig angegangen"

Kiel verbesserte sich mit 5:3 Punkten auf Platz vier der Gruppe D, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen als die meisten Konkurrenten.

In der ersten Halbzeit gegen Belgrad offenbarte der in der Liga noch ungeschlagene THW allerdings große Schwächen in der Abwehr. Erst Mitte der zweiten Halbzeit hatte sich Kiel nach einer Leistungssteigerung einen beruhigenden Vorsprung erarbeitet.

"Wir sind das Spiel zu lässig angegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Von diesem Spiel müssen wir die letzten 30 Minuten mitnehmen", sagte der schwedische Nationalspieler Kim Andersson, während Momir Ilic anfügte: "Belgrad hat gut gekämpft. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Qualität gezeigt."

Pleite für die Füchse

Die Füchse Berlin hatten schon am vergangenen Mittwoch die zweite Pleite in Folge in der Königsklasse kassiert (BERICHT: Veszprem zu abgezockt für Berlin).

Die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson unterlag dem ungarischen Rekordmeister MKB Veszprem KC 24:29 (13:15) und verpasste in der Gruppe B den Sprung auf Platz zwei.

Stenogramm:

THW Kiel - Partizan Belgrad 36:28 (17:18)

Tore: Lundström (8), Ilic (7/6), Andersson (6), Dragicevic (4), Narcisse (3), Jicha (3), Sprenger (2), Palmarsson (2), Reichmann (1) für Kiel - Dimitrijevic (8), Mandic (5), N. Ilic (5), Milosevic (3), Kostadinovic (2), Mester (2), V. Ilic (1/1), Maksic (1), Potic (1/1)

Zuschauer: 9700

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