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Marcus Ahlm wechselte 2003 von IFK Ystad HK zum THW Kiel © imago

Der THW Kiel holt in Kopenhagen einen Zähler und damit den Gruppensieg. Das dänische Torhüter-Gespann ragt heraus.

München - Die Bundesligisten THW Kiel und HSV Handball gehen als Gruppensieger ins Achtelfinale der Champions-League, die Füchse Berlin komplettieren das deutsche Trio.

Die Berliner verbuchten am Samstag einen schwer erkämpften 28:27 (14:13)-Erfolg gegen das sieglose Schlusslicht Bjerringbro-Silkeborg und zogen in die nächste Runde ein, die am Dienstag im dänischen Hörsholm ausgelost wird.

Für die Berliner ist es der größte Erfolg der Vereinsgeschichte (BERICHT: Füchse erkämpfen historisches Achtelfinale).

Den Kielern reichte am letzten Spieltag der Gruppenphase ein 24:24 (11:11) beim dänischen Meister AG Kopenhagen, um die Gruppe D zu gewinnen.

Der HSV Handball siegte beim mazedonischen Vertreter HC Metalurg Skopie mit 25:23 (12:14).

Überragende Abwehrreihen

Gefeiert von rund 500 mitgereisten Fans konnten sich die Kieler vor allem bei Torwart Thierry Omeyer bedanken, dessen Paraden den Bundesliga-Spitzenreiter immer wieder im Spiel hielten.

Bester Kieler Torschütze war Momir Ilic mit fünf Treffern.

"Wir mussten ein richtig hartes Programm abspielen, um das Remis zu erreichen", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason nach der hart umkämpften Begegnung.

Nach einigen Galavorstellungen in der Bundesliga stockte der THW-Motor im Angriff etwas - doch die Abwehr stand hervorragend.

Schon die erste Hälfte war absolut ausgeglichen gewesen, auch wenn die Kieler zwischenzeitlich mit 10:8 geführt hatten.

Letzter Treffer von Jicha

Nachdem die erste Hälfte vor allem von den Abwehrreihen dominiert worden waren, investierten beide Mannschaften danach noch mehr in die Offensive.

Aber absetzen konnte sich keine Mannschaft, auch wenn die Dänen bis zum 22:22 (52. Minute) ständig führten - vor allem, weil ihr Torhüterduo Steinar Ege/Kasper Hvidt herausragend hielt.

In den hektischen Schlussminuten sorgte schließlich Filip Jicha mit dem 24:23 zehn Sekunden vor dem Ende für den Gruppensieg, der Kopenhagener Ausgleich war nur eine Ergebniskorrektur.

Bitter hält den Sieg fest

Damit ist der deutsche Rekordmeister zum dritten Mal in Folge Gruppenerster geworden und wird nun im Achtelfinale ebenso wie der HSV auf einen Viertplatzierten einer anderen Gruppe treffen.

Der deutsche Meister, dem der Gruppensieg bereits vor dem Spiel nicht mehr zu nehmen war, blieb auch in seinem letzten Vorrundenduell ungeschlagen.

Nach starker zweiter Halbzeit drehten die Hamburger die Begegnung beim mazedonischen Vertreter HC Metalurg Skopie und gewannen mit 25:23.

Der ehemalige deutsche Nationaltorwart Johannes Bitter zeigte dabei eine ganz starke Vorstellung und war ausschlaggebend für den neunten Sieg im zehnten Gruppenspiel.

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