Kiel gewinnt Prestigeduell gegen Madrid
Kiel/München - Prestige-Sieg für Kiel, Pleite für Berlin:
Titelverteidiger THW Kiel hat in der Champions League der Handballer in der Neuauflage des Finals der letzten Saison am siebten Spieltag der Gruppe B Atletico Madrid mit 31:27 (15:15) geschlagen und mit zehn Punkten Platz zwei hinter den verlustpunktfreien Ungarn von MKB Veszprem gefestigt.
"Das Spiel war so hart, wie ich es erwartet hatte. Der Sieg war wichtig für uns", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason.
Dagegen kassierten die Füchse Berlin ihre zweite Niederlage. ( DATENCENTER: Champions League)
Füchse verlieren
Die bereits für das Achtelfinale qualifizierten Berliner unterlagen in der Gruppe D bei HC Dinamo Minsk am Ende deutlich mit 24:31 (15:16), bleiben aber mit zehn Punkten Zweiter vor den Weißrussen (9).
Allerdings spricht der direkte Vergleich für Minsk, sollten beide Teams am Ende der Gruppenphase punktgleich sein.
Spitzenreiter FC Barcelona hatte am Samstag mit dem 36:25 gegen Kadetten Schaffhausen den siebten Sieg im siebten Spiel gefeiert.
Flensburg siegt in Montpellier
Einen ganz wichtigen Auswärtssieg feierte die SG Flensburg-Handewitt.
Die ersatzgeschwächten Norddeutschen gewannen am 7. Spieltag der Gruppe A mit 27:25 (12:14) bei Montpellier HB und liegen als Dritter mit zehn Punkten hinter dem HSV Hamburg, der punktgleich mit Spitzenreiter Medwedi Moskau (beide 11) ist.
In einer von beiden Seiten hart geführten Partie zeigte bei bei Flensburg Torhüter Mattias Andersson eine überragende Vorstellung und hielt den Auswärtssieg in den Schlusssekunden fest.
Jicha spielt stark
In der Ostseehalle lieferten sich die Zebras mit den nicht in Bestbesetzung angetretenen Madrilenen einen heißen Kampf, in dem die Gäste bis Mitte der zweiten Halbzeit beim Stand von 25:23 die Nase vorn hatten.
Angeführt vom überragenden Filip Jicha (13 Tore) und dem guten Torhüter Andreas Palicka drehte der THW die Partie aber in der Schlussphase.
Füchse ersatzgeschwächt
Die Füchse, die sich im Hinspiel mit 29:25 gegen Minsk durchgesetzt hatten, waren ersatzgeschwächt nach Minsk gereist.
Die beiden Nationalspieler Sven-Sören Christophersen (Anriss des Außenbandes im Knie) und Markus Richwien (Außenbandverletzung im linken oberen Sprunggelenk) wurden schmerzlich vermisst.
Erfolgreichster Werfer der Füchse vor 3000 Zuschauern war Bartlomiej Jaszka mit sechs Treffern, für Minsk erzielte Sergej Onufrienko neun Tore.
Die Partien im Stenogramm:
HC Dinamo Minsk - Füchse Berlin 31:24 (16:15)
Tore: Onufrienko (9), Sevlajevic (5), Rutenka (4), Nikulenkau (4), Ostruschenko (3), Doroschtschuk (2), Atman (2), Babischew (1), Bruka (1) für Minsk
Jaszka (6), Lund (4), Löffler (3), Pevnov (2), Sellin (2), Igropulo (2), Laen (1), Romero Fernandez (1), Bult (1), Nincevic (1), Drux (1) für Berlin
Zuschauer: 3000
THW Kiel - BM Atletico Madrid 31:27 (15:15)
Tore: Jicha (13/2), Sprenger (3), Wiencek (3), Ekberg (3), Vujin (3), Zeitz (2), Narcisse (2), Ahlm (1), Klein (1) für Kiel
Markussen (8), Canellas (4/2), Sanchez Migallon (3), Barachet (3), Davis Camara (2), Jurkiewicz (2), Fernandez Roura (1), Romero Rodriguez (1), Parrondo (1), Gojun (1), Masachs (1) für Madrid
Zuschauer: 10.100
Montpellier HB - SG Flensburg-Handewitt 25:27 (14:12)
Tore: Mogensen (6), Weinhold (5), Glandorf (4), Eggert Jensen (3), Heinl (3), Volquardsen (2), Svan Hansen (2), Karlsson (1), Voigt (1) für Flensburg
Bester Werfer Montpellier: Gajic (12)
Zuschauer: 8.000