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Pascal Hens feierte im November nach einer Schienbeinverletzung sein Comeback © getty

Ein Heimsieg gegen Pamplona würde Hamburg mit einem Bein ins CL-Viertelfinale bringen. Doch drei WM-Fahrer sind angeschlagen.

München - Die Meisterschaft ist außer Reichweite, doch in der Champions League nimmt der HSV Anlauf für den großen Wurf.

Die in der ersten Gruppenphase verlustpunktfreien Hamburger haben zum Auftakt der zweiten die Chance, schon das erste Bein ins Viertelfinale zu ziehen.

Ein Sieg gegen Portland San Antonio (18.30 Uhr LIVESCORES ) würde den Hanseaten schließlich ein Vier-Punkte-Polster auf den Rivalen aus Pamplona verschaffen, der die Auswärtsniederlage gegen Medvedi Moskau in die Runde der letzten 16 mitnimmt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Hens besteht Härtetest

Allerdings bangt der HSV um drei seiner zehn WM-Fahrer, die angeschlagen aus Kroatien heimkehrten.

Kapitän und Weltmeister Guillaume Gille schmerzt der überlastete Ellenbogen, der polnische Bronzemedaillengewinner Marcin Lijewski hat sich den Daumen gestaucht, und Pascal Hens plagt unter anderem die Verhärtung im Oberschenkel, die er sich im deutschen Hauptrundenspiel gegen Norwegen zugezogen hat.

"Ich habe Schmerzen im Oberschenkel, Knie und der Achillessehne. Mein Körper ist im Ungleichgewicht. Aber ich denke, dass ich spielen kann", sagte der Rückraumschütze, der am Dienstag einen Härtetest im Training bestand. Auch bei Gille und Lijewski fällt die Entscheidung über einen Einsatz kurzfristig.

Auch Pamplona ersatzgeschwächt

"Wir müssen gleich von Anfang an Vollgas geben, um uns einen guten Start in die Hauptrunde zu erarbeiten", fordert der Hamburger Trainer Martin Schwalb und ergänzt: "Wir können die Früchte unserer Arbeit aus der ersten Gruppenphase ernten."

Zumal der Gast schwerer WM-geschädigt ist: Der serbische Linksaußen Ivan Nikcevic zog sich in Kroatien einen Riss der Achillessehne zu, der norwegische Halblinke Kristian Kjelling einen Faserriss im linken Oberschenkel.

Zudem müssen die Spanier bereits seit September auf den Kroaten Davor Dominikovic, ehemals beim THW Kiel und bei der SG Kronau/Östringen unter Vertrag, verzichten.

Wiedersehen mit Svensson

Dafür fiebert ein Ex-Hamburger der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte entgegen: Der schwedische Keeper Tomas Svensson, von 2002 bis 2005 beim HSV aktiv, ist gerade rechtzeitig von einer Knieverletzung genesen. Allerdings dürfte beim zweimaligen CL-Finalisten Valter Matosevic die Nummer eins im Tor sein.

Auf der Gegenseite freut sich die deutsche Nummer eins Johannes Bitter, dass es 13 Tage nach dem Spiel um Platz fünf bei der WM nun auch für den HSV weitergeht: "Wir hatten nach der WM fünf Tage frei, weil unser erstes Bundesligaspiel zum Glück verlegt wurde. Das war regelrecht Luxus. Deshalb sind wir alle ganz heiß darauf, wieder einzusteigen", sagte er dem "Hamburger Abendblatt".

Zudem dementierte er, dass die Rhein-Neckar Löwen ihm ein Angebot unterbreitet hätten. (Löwen angeblich auch an Bitter dran)

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