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Iker Romero (r., mit Konstantin Igropulo) wechselte 2011 von Barcelona nach Berlin © imago

Vor dem Duell gegen Barcelona gibt sich Berlins Spielmacher Iker Romero bei SPORT1 gelassen - und rechnet mit einer Niederlage.

Von Annette Bachert und Daniel Becht

München/Berlin - Laser-Show, Live-Act und eine neue Einlaufzeremonie:

Was beinahe nach dem Spektakel beim Super Bowl klingt, ist das Rahmenprogramm, das die Füchse Berlin für die anstehende Champions-League-Partie organisiert haben.

"Das wird ein echter Leckerbissen", verspricht Füchse-Manager Bob Hanning vor dem Duell mit dem FC Barcelona (So., ab 17.15 Uhr LIVESCORES).

Für Berlins Spielmacher Iker Romero, der mit den Katalanen auf seine ehemaligen Kollegen trifft, hat die Partie auch ohne Showeinlagen einen hohen Stellenwert.

"Es ist etwas Besonderes und auch emotional", erklärte der 32-Jährige im Gespräch mit SPORT1: "Ich habe acht Jahre da gespielt und viele Freunde dort."

Volles Haus? "Das hilft uns"

Für dieses Handball-Fest ziehen die Füchse extra aus der Max-Schmeling-Halle in die größere O2 World um, die mit 13.000 Zuschauern seit Tagen bereits ausverkauft ist.

"Die Jungs werden am Sonntag ganz schön staunen", verspricht der Berliner Rückraum-Akteur Konstantin Igropulo, der wie Romero selbst in der katalanischen Hauptstadt auf Torejagd ging - und dort meist vor weniger als 1000 Fans spielte.

"Das ist super. Es ist besser, vor 13.000 Zuschauer zu spielen. Das hilft uns, ja klar", sagt auch Romero.

Teamkollege Sven-Sören Christophersen setzt im "Berliner Kurier" ebenfalls auf den "achten Mann" und hofft: "Dass die uns auch akustisch nach vorne peitschen."

"Barca muss kein super Spiel machen"

Schließlich kommen mit dem achtmaligen Champions-League-Sieger und 27-maligen spanischen Meister nicht nur Freunde Romeros, sondern eines der besten Teams der Welt in die Hauptstadt - mit sieben frisch gebackenen Weltmeistern.

"Barcelona gehört zu den drei besten Mannschaften der Welt. Wir müssen 100 Prozent geben und 60 Minuten kämpfen und ein super Spiel machen", erklärte Romero und fügte an: "Barcelona muss kein super Spiel machen, um zu gewinnen."

Bittere Pleite im Hinspiel

Im Hinspiel allerdings machten die Spanier eine sehr gute, die Berliner dagegen eine eher bescheidene Partie.

23:34 hieß es noch Anfang Oktober, als die Füchse in Barcelona abgeschlachtet wurden (DATENCENTER: Champions League).

"So etwas darf uns nicht wieder passieren", ärgerte sich Christophersen: "Der Reiz ist unheimlich groß, dieses Spiel zu gewinnen. Wir müssen das Tempo hochhalten und in der Abwehr sicher stehen. Solche Spiele sind sicherlich ein Gradmesser unseres Leistungsvermögens."

"Wenn wir verlieren, ist es normal"

Der letzte Auftritt des Tabellendritten der DKB Handball-Bundesliga lässt hoffen. Beim 34:32 (18:16)-Erfolg über Frisch Auf Göppingen zeigten die Füchse eine starke Leistung, allen voran Igropulo, der mit sieben Treffern bester Schütze war.

"Gegen Göppingen haben wir gut gespielt. Gegen Barcelona werden wir sehen, welches Level wir haben", erklärte Romero: "Wir haben keinen Druck, aber Spaß. Wenn wir gewinnen, ist es super - wenn wir verlieren, ist es normal. Wir müssen kämpfen, dann werden wir sehen."

Doch ob mit Füchse-Sieg oder nicht, für Berlin wird es so oder so etwas Besonderes.