vergrößernverkleinern
In der CL-Vorrunde hatte der THW, hier Lund (l.) und Ahlm gegen Fernandez, Barca im Griff © getty

Kiel und Hamburg lehnen die Reformpläne für die Champions League ab. Ein Fünftel des THW-Gesamtetats ist gefährdet.

Düsseldorf ? Die deutschen Handball-Spitzenklubs THW Kiel und HSV Hamburg haben sich aus wirtschaftlichen Gründen deutlich gegen eine Reform der Champions League und das vom europäischen Handball-Verband (EHF) geplante Final-Four-Turnier auf neutralem Boden ausgesprochen.

"Das wäre tödlich für uns", sagte THW-Manager Uwe Schwenker dem Handelsblatt (Freitag-Ausgabe).

"Ein Final Four ergibt überhaupt keinen Sinn", sagte Hamburgs Vize-Präsident Dierk Schmäschke nach dem Sieg des HSV gegen Pamplona (Hens durch die Luft zum Muskel-Check) .

"20 Prozent des Etats"

Laut Schwenker stünden durch die Pläne für seinen Klub bis zu 1,5 Millionen Euro Umsatz - rund 20 Prozent des Gesamtetats - pro Saison auf dem Spiel.

Erst seitdem Kiel vor zwei Jahren die Eintrittskarten der Champions-League-Vorrunde mit Vorkaufsrechten für die nächsten Runden gekoppelt hat, sind laut Schwenker alle Partien der Königsklasse ausverkauft (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen) .

Fans würden fernbleiben

Das würde sich beim Final-Four-Prinzip, das im März von der EHF-Exekutive in Moskau beschlossen werden könnte, ändern: "Dann wäre für unsere Fans jeglicher Anreiz verloren, schon für die Vorrunde und die weiteren Partien Tickets zu erwerben."

Die als Antrittsprämie für die Endrunde der besten vier Teams in Aussicht gestellte Summe von 300.000 Euro könne die befürchteten Ausfälle nicht kompensieren, meinte Schwenker.

Deutschland als Ausrichter?

Unterdessen gibt es aus Deutschland aber auch schon zwei Interessenten für die erste Austragung eines Final-Four-Turniers 2010.

"Deutschland bietet sich an", sagte Peter Vargo, Geschäftsführer der EHF Marketing GmbH (EHFM), die von Wien aus die Champions League 31060(DIASHOW: HSV und Kiel marschieren) vermarktet: "Es gibt Gespräche mit Köln und Berlin.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel