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Filip Jicha (l., gegen Laszlo Nagy) gewann mit KIel 2010 und 2012 die Königsklasse © getty

Kiel geht selbstbewusst ins Viertelfinal-Hinspiel gegen Veszprem. Im Dauerduell HSV-Flensburg steht die nächste Runde an.

Kiel - Titelverteidiger THW Kiel geht mit einer klaren Vorgabe in das Viertelfinale der Champions League.

"Unser Ziel ist Köln", sagte Rückraumspieler Filip Jicha vor der Partie gegen den ungarischen Topklub MKB Veszprem am Sonntag (17.15 Uhr LIVESCORES) in der heimischen Arena.

"Wir wollen am Sonntag vorlegen - jedes Tor kann am Ende entscheidend sein. Das werden wir und unsere Fans immer vor Augen haben", ergänzte der Tscheche. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kiel mit historischer Chance

Im Hinspiel will der dreifache Champions-League-Sieger den Grundstein für das Erreichen des Final Four der besten vier Teams Anfang Juni in der Domstadt legen.

Schließlich sei die Partie in Veszprem am kommenden Samstag "eines der schwersten Auswärtsspiele der Welt", warnte THW-Coach Alfred Gislason.

Eine Halbfinal-Teilnahme des THW wäre ein Novum. Denn seit der Einführung des Finalturniers in Köln 2010 konnte sich noch kein Vorjahressieger für die Endrunde qualifizieren.

In der Gruppenphase hatte Kiel gegen die Ungarn nach einer 30:31-Auswärtspleite zu Hause mit 32:21 gewonnen.

Hens heiß auf sechstes Duell

Hochspannung verspricht auch das Viertelfinal-Duell der beiden anderen deutschen Teilnehmer. Der HSV Hamburg ist vor dem Hinspiel bei der SG Flensburg-Handewitt optimistisch.

"Es ist zwar bereits das sechste Spiel dieser Saison, aber die vergangenen Begegnungen spielen keine Rolle mehr. Jetzt zählen nur noch die kommenden 120 Minuten", sagte HSV-Kapitän Pascal Hens vor der Partie in Flensburg am Sonntag (18.45 Uhr LIVESCORES).

Im SPORT1-Interview ergänzte er: "Für diesen großen Fight wollen wir bestens vorbereitet sein." (EXKLUSIV: Hens im SPORT1-Interview)

Krimi im Pokal

Es ist in dieser Saison bereits das sechste Aufeinandertreffen der beiden Nordklubs. Die Bilanz könnte kaum ausgeglichener sein.

In der Liga endeten beide Vergleiche remis, in der Gruppenphase der Königsklasse gewannen beide Teams je einmal, und im Halbfinale des DHB-Pokals hatte die SG am vergangenen Wochenende hauchdünn die Nase vorn.

Der deutsche Vizemeister siegte mit einem Tor Vorsprung nach Verlängerung.

Hens warnt: Nicht verrückt machen lassen

Davon, dass die Champions League die letzte Möglichkeit für den HSV ist, noch einen Titel zu holen, will sich Hens nicht unter Druck setzen lassen.

"Wir wollen jetzt erst einmal die nächste Runde und damit das geile Final Four Turnier erreichen. Das ist das große Ziel", erklärte der Hamburger bei SPORT1: "Aber wir sollten nicht daran denken, dass die Meisterschaft weg ist, dass wir im Pokal ausgeschieden sind und dass das die letzte Möglichkeit ist. Da macht man sich nur verrückt."

Die Ablenkungsgefahr ist aber groß: "Die Champions League zu gewinnen und beste europäische Mannschaft zu werden ist mit das Größte, was man als Handballer erreichen kann. Das ist schon Wahnsinn. Daran sollte man nicht zu viel denken."

Vranjes findet's "irgendwie cool"

"Irgendwie ist es cool, irgendwie ist es komisch, so oft gegen den HSV zu spielen. Aber eines steht fest: Das wird wieder spannend", sagte Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes.

Insgesamt steht es zwischen beiden Mannschaften nach Toren 131:130 für die SG.

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