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Der HSV Hamburg geht mit einem Sechs-Tore-Vorsprung ins Rückspiel gegen Flensburg © getty

Hamburg revanchiert sich im deutschen Duell für das Pokal-Aus und nimmt ein stattliches Polster mit ins Viertelfinal-Rückspiel.

Kiel - Der HSV Hamburg steht in der Champions League nach einem klaren Auswärtssieg im deutschen Duell bei der SG Flensburg-Handewitt mit einem Bein in der Endrunde der besten vier Teams am 1. und 2. Juni in Köln.

Titelverteidiger THW Kiel hat zuvor mit einer famosen Aufholjagd seine Chance auf den Einzug ins Final Four gewahrt. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Die Kieler erkämpften sich im Viertelfinal-Hinspiel gegen den ungarischen Topklub MKB Veszprem in eigener Halle ein 32:31 (15:16), nachdem sie scheinbar aussichtslos mit 22:28 zurückgelegen hatten.

Hamburg setzte sich im Nordduell nach einer starken Vorstellung 32:26 (15:14) durch und geht mit einem stattlichen Polster ins Rückspiel am kommenden Sonntag (18.30 Uhr).

Hens warnt trotz Polster

"Das ist ein ordentliches Ergebnis, wir sollten aber nicht überheblich ins zweite Spiel gehen. Wir sind ja schon im DHB-Pokal gegen Flensburg rausgeflogen", sagte Hamburgs Nationalspieler Pascal Hens.

Im Pokal-Final-Four scheiterte der HSV acht Tage zuvor mit 25:26 nach Verlängerung im Halbfinale.

Flensburgs Rückraum-Mann Steffen Weinhold meinte: "Das ist sehr bitter, wir wollten mit einem ganz anderen Ergebnis nach Hamburg fahren. Jetzt wird es ganz schwierig."

HSV dominiert in Hälfte zwei

Der HSV lag nach einem schwachen Start 3:7 zurück, steigerte sich aber in der Folge kontinuierlich und beherrschte vor allem die zweite Halbzeit.

Bester Werfer der Hamburger waren Hens, Domagoj Duvnjak und Blazenko Lackovic mit jeweils sechs Treffern, bei Flensburg war Petar Djordjic ebenfalls sechsmal erfolgreich.

Narcisse rettet Kiel

Der THW, der bereits am Samstag (16 Uhr) in Ungarn ran muss, kam quasi mit der Schluss-Sirene durch Daniel Narcisse zum Siegtreffer und hat damit eine gute Ausgangsposition.

In Kiel drehten die starken Gäste nach der Pause mächtig auf, während den indisponierten Hausherren kaum noch etwas gelang.

Nagy als Schlüssel

Erst als die Hausherren Veszprems Topstar Laszlo Nagy in den Griff bekamen, fanden sie ins Spiel zurück.

Nagy war mit elf Toren bester Werfer der Begegnung, beim THW war Marko Vujin achtmal erfolgreich.

Atletico und Kielce siegen

Schon in der Gruppenphase hatte Kiel mit den Ungarn seine liebe Mühe, kam nach einer 30:31-Auswärtsniederlage zu Hause zu einem 32:21.

In den beiden Viertelfinal-Hinspielen ohne deutsche Beteiligung besiegte Atletico Madrid den FC Barcelona 25:20, KS Kielce aus Polen gewann bei Metalurg Skopje aus Mazedonien 27:25.

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