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Daniel Narcisse wechselte 2009 von Chambéry Savoie HB zum THW Kiel © imago

Kiel läuft im Viertelfinal-Rückspiel gegen Veszprem zunächst einem Rückstand hinterher. Am Ende spielt der THW seine Klasse aus.

Von Annette Bachert

München/Veszprem - Der THW Kiel hat alle Chancen auf das zweite Titel-Triple in Serie am Leben gehalten.

Der deutsche Rekordmeister setzte sich denkbar knapp mit 29:28 (12:14) bei MKB Veszprem durch und zog damit zum sechsten Mal ins Final Four der Champions League ein.

Damit brachen die "Zebras" auch den sogenannten Titelverteidiger-Fluch. Seit 2010 qualifizierte sich der amtierende Titelträger nicht mehr für das Turnier der besten vier Teams Europas. Das Final Four findet am 1./2. Juni in Köln statt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Beste Werfer auf Seiten der Kieler waren Filip Jicha und Marko Vujin mit je sieben Treffern. Bei Veszprem trafen Laszlo Nagy, Renato Sulic und Cristian Ugalde Garcia mit je fünf Toren am Häufigsten.

Vujin mit der ersten Führung

In der Veszprem-Arena vor über 5000 lautstarken Fans erwischte die Mannschaft von Alfred Gislason einen schlechten Start und lag schnell mit 1:5 im Hintertreffen. Veszprems Rückraum-Riesen Laszlo Nagy bekamen die "Zebras" kaum in den Griff, Nandor Fazekas machte dem THW mit großartigen Paraden das Leben schwer.

Doch der frisch gebackene DHB-Pokalsieger aus Kiel kam immer besser ins Spiel und hielt die erste Halbzeit anschließend weitestgehend ausgeglichen.

Auch in der zweiten Hälfte boten sich beide Teams ein hartes, hochklassiges und ausgeglichenes Duell.

In der 47. Minute ging der THW durch ein Tor Vujin erstmals in Führung (23:22). Jicha erhöhte per Konter auf 24:22.

Knapper Sieg im Hinspiel

In der Folge fanden die Ungaren kaum mehr ein Mittel gegen die immer besser agierende Kieler Deckung. Zu allem Überfluss musste Veszprems zweiter Keeper Mirko Alilovic in der 51. Minute verletzt vom Feld.

Nach einer starken Einzelaktion markierte Aron Palmarsson mit dem 28:25 (55. Minute) die erste Drei-Tore-Führung. Diesen Vorsprung ließ sich der THW anschließend nicht mehr nehmen.

Im Hinspiel hatte sich der THW in der heimischen Sparkassen-Arena nach einem starken Schlussspurt mit 32:31 durchgesetzt.

Meisterschaft in Sicht

Am Sonntag wird mit dem HSV Hamburg oder der SG Flensburg-Handewitt (ab 18.30 Uhr LIVESCORES) noch ein zweiter Bundesligavertreter das Final-Four-Turnier erreichen. Das Hinspiel hatten die Hamburger in Flensburg mit 32:26 gewonnen.

In der DKB Handball-Bundesliga führt der THW am 28. Spieltag souverän mit 49 Punkten vor den Rhein-Neckar Löwen (46) und der SG Flensburg-Handewitt (44).

Das Spiel im Stenogramm

MKB Veszprem KC/Ungarn - THW Kiel 28:29 (14:12)

Tore: Vujin (7), Jicha (7), Ahlm (3), Narcisse (3), Palmarsson (3), Ilic (2), Sigurdsson (2), Ekberg (1), Toft Hansen (1) für Kiel Beste Werfer Veszprem: Nagy (5), Sulic (5), Ugalde Garcia (5) Zuschauer: 5000