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Pascal Hens (M.) zog mit dem HSV bereits vor zwei Jahren ins Final Four ein © getty

Die Hamburger verspielen auf dem Weg ins Final Four gegen den Nordrivalen fast noch den komfortablen Vorsprung aus dem Hinspiel.

Hamburg - Der HSV Hamburg steht zum zweiten Mal nach 2011 im Final Four der Champions League in Köln (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Hamburger verloren das Viertelfinal-Rückspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt vor heimischem Publikum zwar mit 23:25 (10:13), folgten dem THW Kiel aber als zweiter deutscher Klub ins Finalturnier nach Köln (BERICHT: Kiel kämpft sich ins Final Four).

Insgesamt ist es für den HSV die vierte Halbfinal-Teilnahme in der Königsklasse (2008, 2009, 2011). Das Hinspiel des Bundesliga-Duells hatte der HSV mit 32:26 für sich entschieden.

"Stolz auf meine Mannschaft"

"Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Trotz vieler Schwierigkeiten in dieser Saison haben wir es ins Final Four geschafft", sagte Hamburgs Marcin Lijewski: "Flensburg ist eine Weltklassemannschaft. Die sind hier mit freiem Kopf hingekommen und waren lockerer als wir."

Bester Werfer der Gastgeber vor 7402 Zuschauern in der Hamburger Arena war Hans Lindberg mit sechs Toren. Allerdings verzweifelte der HSV phasenweise an Flensburgs Keeper Mattias Andersson. Zehn Minuten vor Schluss lagen die Hausherren mit 16:23 zurück und wären in diesem Moment ausgeschieden.

Auf Bitter ist Verlass

Dann aber schlug die Stunde des Hamburger Torwarts. In der Schlussphase hielt Bitter, der nach dem Spiel über Knieprobleme klagte, fünf Bälle. "Jogi hat großen Anteil daran, dass wir nach Köln fahren dürfen", sagte Trainer Martin Schwalb.

Sein Gegenüber Ljubomir Vranjes geizte ebenfalls nicht mit Lob für seine Mannschaft, für die der Däne Anders Eggert mit sechs Toren am häufigsten traf.

"Mehr Druck aufs Tor"

"Wir haben es diesmal wirklich gut gemacht", meinte Vranjes trotz des Ausscheidens. "Diesmal haben wir mehr Druck aufs Tor gemacht, nur leider nicht ganz 60 Minuten."

Kiel hatte sich bereits am Samstag für das Halbfinale qualifiziert.

Der Titelverteidiger siegte 29:28 (12:14) beim ungarischen Serienmeister MKB Veszprem und greift in der Domstadt (1./2. Juni) nach seinem vierten Triumph nach 2007, 2010 und 2012.

Das Spiel im Stenogramm:

HSV Hamburg - SG Flensburg-Handewitt 23:25 (10:13)Tore: Lindberg (6), Vori (4), Lijewski (4), Duvnjak (3), Hens (2), Kraus (2) Lackovic (1), Nilsson (1) für Hamburg - Eggert (6/1), Weinhold (5), Glandorf (4) Djordjic (3), Svan Hansen (3), von Gruchalla (2), Kaufmann (1), Atlason (1) für Flensburg Zuschauer: 7402