vergrößernverkleinern
Nikola Karabatic (l.) warf gegen Ciudad Real sechs Tore © imago

Dem THW gelingt gegen Ciudad Real eine beeindruckende Revanche. Eine Entscheidung in der Karabatic-Personalie soll bevorstehen.

München - Gut, besser, THW Kiel: Nach der Handball-Demonstration gegen Titelverteidiger Ciudad Real scheint der deutsche Meister bereit für den nächsten Sprung auf den Champions-League-Thron.

Minutenlang ließen sich der überragende Torhüter Thierry Omeyer und Kollegen nach dem 33:26 von den 10.250 Fans feiern und genossen die erfolgreiche Revanche für die bittere Final-Niederlage in eigenen Halle im vergangenen Jahr.

"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft", sagte Trainer Alfred Gislason, schließlich habe die Pleite von 2008 "wie ein Trauma" auf seinem Team gelegen.

Vorzeitiger Einzug ins Viertelfinale

Das Trauma dürfte jetzt erstmal überwunden sein, denn selbst ohne Kapitän und Regisseur Stefan Lövgren, der im Abschlusstraining am Samstag einen Muskelfaserriss in der Wade erlitten hatte, und mit einem nur halb gesunden Welthandballer Nikola Karabatic war der Champion von 2007 schlicht zu gut für Ciudad.

Das Viertelfinale ist mit dem achten Sieg im achten Champions-League-Spiel der Saison vorzeitig gebucht.

Zwar musste Ciudad auf den weltbesten Abwehrspieler Didier Dinart verzichten, dennoch war der Trainer und frühere Welthandballer Talant Duschebajew außer sich und faltete seine Stars nach der Partie eine geschlagene Viertelstunde lang in der Kabine lautstark zusammen: "Ich bin enttäuscht. Sieben Tore Unterschied, egal, gegen welche Mannschaft, sind zuviel."

Lob vom Manager

Allerdings wollte man sich trotz allen Jubels auch beim THW nicht vom Glanz des Sonntages blenden lassen.

"Kompliment an die Mannschaft. Ich bin begeistert, wie sie ohne Lövgren gespielt hat. Aber uns erwartet ein superschweres Rückspiel bei Ciudad Real", meinte THW-Manager Uwe Schwenker, dessen Team in der Bundesliga ohnehin längst der Konkurrenz enteilt ist.

Am 7. März geht es in Spanien endgültig um den Gruppensieg in der Hauptrunde und damit um die beste Ausgangsposition für die Runde der besten Acht.

Karabatic-Entscheidung steht bevor

Schwenker kündigte bei Eurosport an, dass zumindest der Wechsel-Hickhack um Karabatic bis dahin entschieden sein sollte.

"Nächste Woche wird man mehr wissen", sagte er über die Verhandlungen mit den Rhein-Neckar Löwen.

Hoffnung für die SG

Ganz andere Sorgen hat immer noch Kiels alter Nordrivale SG Flensburg-Handewitt.

Immerhin darf der zuletzt so enttäuschende Vizemeister nach dem 31:26 gegen Ademar Leon mit einem ausgeglichenen Punktekonto in der Gruppe C aber wieder auf den Einzug ins Viertelfinale hoffen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel