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Nikola Karabatic (l.) hat einen Vertrag bis 2012 beim THW Kiel © getty

Kiels angeschlagener Welthandballer hat vorerst trainingsfrei und pausiert auch beim vorletzten CL-Gruppenspiel gegen Svendborg.

Von Michael Spandern

München - Der THW Kiel rast mit Sprintschuhen durch die Champions League, der Superstar aber legt die Beine hoch.

Wegen eines Reizknies, dass Nikola Karabatic seit geraumer Zeit plagt, hat der Welthandballer vorerst trainingsfrei und darf auch beim vorletzten Gruppenspiel der Kieler in der Champions League gegen GOG Svendborg (Mi., 18.30 Uhr LIVESCORES) aussetzen.

"Nicht besorgniserregend, aber eine Pause ist notwendig", ordnet Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker die Verletzung ein. Trainer Alfred Gislason würde die Schonzeit gern befristen und hofft, Karabatic am Sonnabend im Bundesligaspiel beim Tabellenelften TV Großwallstadt wieder einsetzen zu können.

"Ohne Nikola hätten wir nicht gewonnen"

"Ich bin nur froh, dass er gegen Ciudad Real auf die Zähne gebissen hat, ohne Nikola hätten wir nicht gewonnen", sagte der Isländer den "Kieler Nachrichten".

Im Spitzenspiel hatte der THW am Samstag den spanischen Angstgegner 36:29 bezwungen und die alleinige Tabellenführung in Gruppe 4 erobert.

Gegen die bislang punktlosen Dänen müsse der Deutsche Meister nun nachlegen: "Sicher ist, dass wir uns kein Blöße geben dürfen, der Sieg gegen Ciudad wäre dann nichts mehr wert", meint Gislason.

Ahlm erbt die Binde

Neben Karabatic fehlt dem THW auch Stefan Lövgren, wodurch die Spielmacherposition vakant ist. Der Coach überlegt, die Lücke mit Christian Zeitz, Kim Andersson oder Dominik Klein zu füllen.

Als Kapitän ist die Nachfolge des 38-jährigen Lövgrens, der am Saisonende die Kieler gen Schweden verlässt, inzwischen geregelt: Sein Landsmann Marcus Ahlm wird ab 2009/10 der Spielführer sein.

"Marcus ist seit 2003 in Kiel, dienstältester Spieler und für mich genau der Richtige für dieses Amt", begründet Gislason die Entscheidung.

Maulkorb im Wechsel-Theater

Längst nicht entschieden ist dagegen das Gerangel um Karabatic, der zu den Rhein-Neckar Löwen will. Die Badener hatten unlängst ein Angebot abgegeben, und den Kielern unter anderem ein Sponsoring des Löwen-Geldgebers Kasi-Group in Aussicht gestellt.

In dieser Woche soll es eine neue Verhandlungsrunde geben; danach "wird man mehr wissen", sagte Kiels Manager Uwe Schwenker zu "Eurosport".

Den "Kieler Nachrichten" teilte er mit, dass es vorerst keine Wasserstandsmeldungen mehr geben soll. Er sei sich mit Karabatic einig geworden, dass auch der Franzose in dieser Sache schweigt. "Und ich selbst mache meinen Mund nur noch auf, um ein Statement abzugeben, wenn eine Entscheidung gefallen ist", erklärte Schwenker.

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