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Filip Jicha kam in Ciudad Real auf sechs Tore - trotz der Gegenwehr von Jonas Källmann © imago

Die Kieler Siegesserie reißt in Ciudad Real, doch im Viertelfinale hat der THW den Vorteil. Vid Kavticnik verletzt sich am Knie.

München - Der deutsche Rekordmeister THW Kiel ist als Erster der Hauptrundengruppe D in das Viertelfinale der Champions League eingezogen.

Im direkten Duell um den Gruppensieg konnte sich die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason beim spanischen Titelverteidiger Ciudad Real eine 33:35 (18:18)-Niederlage leisten, weil die Norddeutschen die bessere Tordifferenz aufweisen. (DATENCENTER: Die Gruppe 4)

Der THW darf das Rückspiel im Viertelfinale zu Hause austragen, der Gegner wird am Montagabend in Wien ausgelost.

Die Serie der Kieler von 37 Pflichtspiel-Siegen in Folge ist allerdings gerissen.

Kavticnik am Knie verletzt

Erfolgreichster Werfer für den Champions-League-Sieger von 2007, der in der Quijote-Arena ohne die verletzten Börge Lund, Vid Kavticnik und Stefan Lövgren auskommen musste, war Dominik Klein mit sieben Treffern.

Eine höhere Niederlage verhinderte Torhüter Thierry Omeyer mit 17 Paraden.

Die Kieler mussten neben Börge Lund und Stefan Lövgren kurzfristig auch auf Rechtsaußen Vid Kavticnik verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Verletzung im Knie zuzog, die am Montag genauer untersucht werden soll.

Kein Platz für zwei Weltstars

Durch den Ausfall des slowenischen Nationalspielers musste Nikola Karabatic, der wegen seiner Knie- und Fußschmerzen eigentlich geschont werden sollte, fast die gesamten 60 Minuten durchhalten.

"Vor dem Spiel hatten wir Bedenken, ob wir überhaupt sieben einsatzfähige Spieler zusammen bekommen", sagte Karabatic. Ciudad Reals Trainer Talant Duschebajew hingegen ließ seine Weltstars Alberto Entrerrios und Olafur Stefansson nicht aufs Parkett, "weil wir zuviele Spieler im Kader haben".

Die Niederlage fiel für THW-Trainer Alfred Gislason daher auch nicht ins Gewicht: "Es ist egal, dass wir mit zwei Toren Unterschied verloren haben. Das Wichtigste heute war, dass wir gut gespielt haben. Ich froh, dass Karabatic wieder mehr spielen konnte."

Auswärtssieg liegt in der Luft

Die Gäste brachten sich anfangs der zweiten Hälfte mit vier Toren nacheinander mit 23:20 in Front und konservierten den Vorsprung bis zum 30:27 (47.).

Ein Auswärtssieg wie im Final-Hinspiel 2008 bahnte sich an ? doch Ciudad Real erzielte seinerseits vier Tore nacheinander und hatte in der Quijote Arena am Ende mehr zuzusetzen.

Am Sonntag kämpfen die Rhein-Neckar Löwen (So., 17.30 Uhr LIVESCORES) gegen HB Chambery darum, als viertes deutsches Team in die Runde der letzten Acht vorzustoßen.

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