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Martin Schwalb absolvierte 194 Länderspiele © getty

Hamburg und Flensburg kreuzen in der Champions League erneut die Klingen. HSV-Trainer Schwalb erwartet bei SPORT1 Härte.

Von Martina Farmbauer

"Es hat schon einen speziellen Charakter, wenn man innerhalb von elf Tagen drei Mal gegen denselben Gegner spielen muss", sagt Henrik Toft Hansen, Kreisläufer des HSV Handball.

Das Rückspiel in der Champions League gegen die SG Flensburg-Handewitt ist besagtes drittes Spiel (19 Uhr, LIVESCORES) - nach dem Hinspiel in der "Königsklasse", das Hamburg mit 32:27 gewann (Bericht), und dem Aufeinandertreffen in der DKB HBL. Dieses hatte Flensburg mit 31:29 für sich entschieden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nächstes Derby vor der Brust

"Das wird eine ganz enge Kiste", sagt Michael Knudsen, Kreisläufer der SG Flensburg-Handewitt. "Ein Sieg wäre uns sehr wichtig, um den zweiten Platz abzusichern - und um Fahrt aufzunehmen für das Derby gegen den THW Kiel am Sonntag (14.55 Uhr, LIVE im TV bei SPORT1 und im LIVESTREAM)."

Den zweiten Platz in der Gruppe D der Champions League belegen die Flensburger derzeit mit 7:3 Punkten hinter den Hamburgern (10:0). Der Drittplatzierte, Dänemarks Meister Aalborg Handball, ist ihnen am vergangenen Wochenende bis auf einen Punkt gefährlich nahe gerückt.

Dementsprechend erwartet Martin Schwalb, Trainer des HSV Handball bei SPORT1, "dass sie zu Hause mit ihrer sehr harten Abwehr von der ersten Minute an versuchen, uns den Schneid abzukaufen. Das wollen wir natürlich nicht zulassen".

Gruppensieg ist gutes Omen

Für die Hamburger geht es immerhin noch um den ersten Platz in der Gruppe. "Es hilft auf jeden Fall, wenn man sich als Gruppensieger für das Achtelfinale qualifiziert", sagt Schwalb bei SPORT1. "Wir wollen sehr gerne Erster werden."

Der HSV hat damit in der vergangenen Saison gute Erfahrungen gemacht. Er war ebenfalls in einer Gruppe mit Flensburg, entschied diese für sich und gewann am Ende die Königsklasse".

Beim 32:26 im Viertelfinale der Champions League fügten die Hamburger den Flensburgern dabei die bisher einzige Heimniederlage dieses Jahres zu.

Besondere Atmosphäre in Flensburg

Spiele im Hohen Norden sind fast immer eine heiße Angelegenheit. "Wir wollen nie verlieren - und erst recht nicht in Flensburg", sagt HSV-Kreisläufer Hansen. Und HSV-Trainer Schwalb sagt über das 32:27 im Hinspiel zu Hause:

"Der Sieg am Samstag hat uns Selbstvertrauen gegeben. Nun ist es aber an der Zeit zu beweisen, dass wir auch in Flensburg gewinnen können. Für einige unserer Spieler war die Stimmung in Flensburg noch etwas Neues. Jetzt wissen aber alle, was auf sie zukommt."

Jedenfalls sagt Linksaußen Matthias Flohr: "Flensburg wird sich wieder eine Variante überlegen, um uns zu überraschen." Und: "Im Handball greifen so viele Facetten ineinander, dass es ein komplett neues Spiel wird, das wir aber unbedingt gewinnen wollen."

Torgarant Lindberg

Hans Lindberg hat dabei als Torschützenkönig der "Königsklasse" der vergangenen Saison eine besondere Bedeutung für Hamburg. "Er hätte eine große Bedeutung für jede Mannschaft der Welt", ist HSV-Trainer Schwalb bei SPORT1 voll des Lobes für den Rechtsaußen.

"Er ist ein Spieler, der klar im Kopf agiert und seine Chancen konsequent nutzt", nennt er dessen Stärken.

"Hans Lindberg weiß genau, was er will und was er tut. Wir sind sehr stolz, ihn auch als jungen Spieler bei uns mit ausgebildet zu haben. Er ist ein echter HSV Handballer und es macht viel Spaß, ihm zuzuschauen."

Im Hinspiel war Hans Lindberg mit sieben Toren bester Werfer.

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