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Blazenko Lackovic verlor mit Kroatien das WM-Finale 2009 gegen Frankreich 19:24 © imago

Hamburgs Blazenko Lackovic schaut vor dem Wiedersehen mit Flensburg schon über das Champions-League-Viertelfinale hinaus.

Von Julian Meißner

München ? Blazenko Lackovic weiß, was ihn erwartet: "Das wird ein schöner Hexenkessel", sagt der Kroate in Diensten des HSV vor seiner Rückkehr nach Flensburg.

Lackovic' Hamburger treten am Mittwoch (20 Uhr LIVE) zum Hinspiel im Viertelfinale der Champions League in der "Hölle Nord" an.

Der Kroate wechselte 2008 nach sechs Jahren an der Förde zum HSV - und wurde deshalb von den Fans arg aufs Korn genommen.

"Ist doch klar, dass das den Fans nicht gefallen hat. Ich kann verstehen, wenn sie pfeifen", sagt der Vizeweltmeister, der gute Erinnerungen an seine Zeit bei der SG hat.

"Klar schlagen ein bisschen zwei Herzen in meiner Brust", sagt Lackovic: "Wir können uns gern vor und nach dem Spiel unterhalten. Aber im Spiel bin ich Profi. Da sind wir Gegner. Auch, wenn ich in Flensburg eine schöne Zeit hatte."

Flensburger Rumpftruppe

Vor dem Nord-Kracher plagen beide Teams ernste Verletzungssorgen: Bei den Gastgebern muss Rekord-Einkauf Alen Muratovic (Schulterluxation) weiter zusehen, hinzu kommen die Ausfälle von Kreisläufer Johnny Jensen (Kreuzbandanriss), Alexander Petersson (Schulter) und Ljubomir Vranjes (Rücken) sowie Winterneuzugang Erlend Mamelund (Syndesmoseanriss im Sprunggelenk).

Der für Mamelund verpflichtete Jakob Thoustrup ist in der Königsklasse nicht spielberechtigt (Alle Handball-News).

SG-Coach Per Carlen sagt dennoch: "Die Chancen stehen 50:50. Wir haben in der letzten Woche sehr gut physisch trainiert und uns auf Hamburg eingestimmt."

HSV mit Problemen im Rückraum

Auf Seiten der Hamburger, bei denen ein Fragezeichen hinter Guillaume Gille (Muskelfaserriss im Oberschenkel) steht, ist der rechte Rückraum die Problemzone.

Krzysztof Lijewski (Innenband-Riss) fällt aus, sein älterer Bruder Marcin könnte dagegen nach schwerer Meniskusverletzung sein Comeback geben.

"Ich werde spielen", sagt Lijewski: "Das sagt mir mein Gefühl." Der Pole muss jedoch einschränken: "Mein Knie wird vorher noch einem Belastungstest unterzogen."

Velyky wieder da

Gut möglich, dass HSV-Coach Martin Schwalb über weite Strecken mit drei Rechtshändern im Rückraum agieren muss.

Wieder zurückgreifen kann er dabei auf Nationalspieler Oleg Velyky, der beim Drama gegen den THW Kiel am letzten Bundesliga-Spieltag ein emotionales Comeback gab.

Und Pascal Hens durfte sich während der Länderspiel-Woche ausruhen.

Lackovic denkt schon weiter

Unter diesen Voraussetzungen und auch beim Blick auf die Bundesliga-Tabelle muss der HSV als Favorit gelten.

Lackovic jedenfalls blickt schon über die Begegnung mit seinen alten Gefährten voraus: "Mit dem Viertelfinale geben wir uns nicht zufrieden. Wir sind die bessere Mannschaft und müssen das Halbfinale erreichen."

Schiri-Ansetzung geheim

Welches Schiedsrichtergespann den Nord-Kracher leiten wird, ist noch geheim. Denn die EHF reagierte am Dienstag auf die Flut von Manipulationsvorwürfen und legte fest, dass die Referees erst zwei Stunden vor Anpfiff bekannt gegeben werden (Schiri-Reform vor CL-Kracher).

Damit folgte der europäische Verband der HBL (Abschottung für die Unparteiischen).

Heißes Wochenende

Am Wochenende treten die Rhein-Neckar Löwen bei Medwedi Tschechow (Sa., 17 Uhr LIVESCORES) und der THW Kiel bei Croatia Zagreb (So., 17.30 Uhr LIVESCORES) zu ihren Hinspielen an.

Die Rückspiele (DATENCENTER: Das Viertelfinale) finden zwischen dem 3. bis 5. April statt.

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