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Thierry "Titi" Omeyer kam 2006 aus Montpellier zum THW Kiel © getty

Dank eines bärenstarken Auftritts beim kroatischen Abonnement-Meister nimmt der THW Kurs auf das Champions-League-Halbfinale.

Von Julian Meißner

München - Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hat dank eines starken Auftritts bei RK Zagreb beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinale der Champions League.

Die Kieler erreichten im Viertelfinal-Hinspiel beim kroatischen Star-Ensemble um Ivano Balic, Igor Vori und Kiril Lazarov ein 28:28 (12:13).

Bester Werfer auf Seiten der Kieler war Filip Jicha mit acht Toren, Marcus Ahlm vergab am Ende sogar freistehend noch den möglichen Sieg.

Das Rückspiel in der Kieler Sparkassen-Arena findet am kommenden Samstag statt (DATENCENTER: Die Viertelfinals der Champions League).

Zagreb mit besserem Start

Im mit 7000 Zuschauern ausverkauften "Hexenkessel" Dom Sportova erwischten die Hausherren den besseren Start.

Die Kieler konnten sich in einer hektischen Anfangsphase bei Keeper Thierry Omeyer bedanken, dass der Rückstand nicht allzu groß wurde: Der französische Weltmeister zeigte zahlreiche spektakuläre Paraden.

Im weiteren Spielverlauf steigerten sich seine Vorderleute jedoch und zeigten sich einmal mehr unbeeindruckt von den Manipulationsvorwürfen gegen den Sieger der Königsklasse von 2007 (Anklage gegen THW "erheblich entfernt").

Martini mit tollem Einstand

Weitgehend von der Bank betrachtete Omeyers neuer Kollege und Landsmann Bruno Martini das Geschehen.

Das THW-Management hatte den Torwart-Oldie aufgrund der Verletzung Andreas Palickas aus dem Ruhestand geholt (Kiel reaktiviert Weltmeister). Der 38-Jährige fügte sich mit einem gehaltenen Siebenmeter im zweiten Durchgang prächtig ein.

Auch Skof ein sicherer Rückhalt

Auf der Gegenseite stand der Slowene Gorazd Skof Omeyer in nichts nach und brachte vor alem die Kieler Schützen von den Außenpositionen teilweise zur Verzweiflung.

Die Gastgeber, die immer wieder über Tempogegenstöße zum Erfolg kamen, gingen nach dem zwischenzeitlichen 3:3 in Führung und gaben diese bis zum Seitenwechsel nicht mehr ab. Teilweise lag Zagreb mit vier Toren in Front.

Ahlm bärenstark

Dank eines gehaltenen Siebenmeters von Omeyer konnte Marcus Ahlm jedoch vom Kreis unmittelbar vor der Halbzeitpause auf 12:13 aus Kieler Sicht verkürzen.

Wiederum Ahlm erzielte nach Wiederanpfiff den Ausgleich zum 13:13, in der Folge ging der THW beim 16:15 durch Henrik Lundström in Führung.

Lundström, der im zweiten Durchgang den schwachen Dominik Klein ersetzte, erhöhte sogar auf 19:16 (41.)

Enge Schlussphase

Doch Zagreb blieb dran: Tonci Valcic erzielte aus dem Rückraum das 20:21 (45.), der ansonsten enttäuschende WM-Torschützenkönig Lazarov markierte per Strafwurf wenig später den Ausgleich.

Drei Minuten vor Spielende erzielte Kavticnik mit einem lässigen Heber vom Kreis das 27:25, Vori (neun Treffer) verkürzte auf 26:27.

Erneut Kavticnik brachte Kiel von rechtsaußen in der Schlussminute mit 28:27 wieder in Front, Valcic glich jedoch aus.

Die letzte Chance zum Kieler Sieg vergab Ahlm Sekunden vor Schluss - Skof parierte seinen Wurf aus kurzer Distanz.

HSV und Löwen mit guten Chancen

Bereits am Samstag hatten die Rhein-Neckar Löwen ihr Viertelfinal-Hinspiel bei Medwedi Moskau knapp mit 31:33 (15:21) verloren (Löwen atmen nach Kraftakt durch).

Im deutschen Duell hat zwischen Hamburg und Flensburg der HSV nach dem 28:25 14:12) die Nase deutlich vorn (Bärenstarker HSV mit einem Bein im Halbfinale).

Im einzigen Viertelfinale ohne deutsche Beteiligung verloren am Samstag die Ungarn von MKB Veszprem bei Ciudad Real mit 24:29 (12:15).

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