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Dominik Klein kam 2006 aus Großwallstadt nach Kiel © getty

Die Kieler lassen dem kroatischen Abo-Meister keine Chance und stehen erneut unter den besten vier Teams Europas.

Von Julian Meißner

München - Der THW Kiel steht dank einer überragenden Vorstellung im Halbfinale der Champions League.

Der Deutsche Meister besiegte im Rückspiel vor heimischer Kulisse den kroatischen Abonnement-Meister RK Zagreb mit 31:27 (17:11).

Das Hinspiel des Giganten-Duells hatte unentschieden geendet (Kiel holt Remis in Zagreb).

Grundstein des Erfolges in der Kieler Sparkassen-Arena waren erneut eine bärenstarke Abwehr und der überragende Torhüter Thierry Omeyer.

Mit je sechs Toren waren Dominik Klein und Filip Jicha beste Werfer ihres Teams, das die Kroaten mit Tempohandball aus dem Lehrbuch stellenweise nach Belieben dominierte .

Immer wieder Klein

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzte sich der THW mit 6:3 erstmals auf drei Tore ab (11.). Der stark aufgelegte Dominik Klein erhöhte per Tempogegenstoß auf 8:4 (13.).

THW-Coach Alfred Gislason hatte noch vor der Auswärtsstärke des Gegner gewarnt, doch Zagreb um die Superstars Ivano Balic, Igor Vori und Kiril Lazarov blieb zunächst blass - Kiel dagegen spielte sich in einen Rausch.

Joker Martini sticht erneut

Für Aufsehen sorgte erneut die Not-Verpflichtung Bruno Martini: Der Franzose hielt wie schon im Hinspiel bei einem Kurzeinsatz einen Siebenmeter gegen Lazarov (18.).

Kiel verteidigte seinen Vorsprung bis zum 10:6 (21.). und baute ihn über 13:7 (24.) sogar auf 17:11 zur Halbzeit aus.

Doch nach der Pause drehten die Gäste auf: 22:19 für Kiel hieß es nur noch, als Zlatko Horvat nach 45. Minuten einen Konter versenkte.

Eine Schlüsselszene: Omeyer hielt sein Team mit einer Glanzparade im Spiel, Kim Andersson gelang im Gegenzug das 25:21 (52.)

Karabatic dreht gegen Ende auf

Zagreb gab sich nicht auf - doch die Hausherren behielten die Nerven und überstanden auch eine Unterzahl in den Schlussminuten schadlos.

Gegen die nun offensive Deckung der Gäste nutzte vor allem Welthandballer Nikola Karabatic die Freiräume und sicherte mit seinen Toren am Ende den Sieg.

HSV schon durch

Schon am Freitag war der HSV Hamburg mit einer knappen Rückspielniederlage im dramatischen deutschen Duell gegen die SG Flensburg ins Semifinale eingezogen (HSV rettet sich nach Krimi ins Ziel) .

Ebenfalls gute Chancen auf die Runde der letzten Vier haben die Rhein-Neckar Löwen, die allerdings im zweiten Vergleich mit Medwedi Moskau ein 31:33 wettmachen müssen (DATENCENTER: Die CL-Viertelfinals).

Die Auslosung für die Halbfinals findet am Dienstag kommender Woche in Wien statt (Alle Handball-News).

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