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Mit sieben Toren war Mariusz Jurasik im Hinspiel bester Werfer der Löwen © getty

Die Rhein-Neckar Löwen können gegen Moskau das Halbfinale der Königsklasse erreichen. Die Gäste kämpfen gegen das "Durcheinander".

Von Annette Bachert

München - Nach der furiosen Aufholjagd im Viertelfinal-Hinspiel (Löwen atmen nach Kraftakt durch) in Moskau haben sich die Rhein-Neckar Löwen eine gute Ausgangsposition für den Showdown in der Königsklasse geschaffen.

"Damit haben wir noch alle Chancen auf das Erreichen des Halbfinales", sagt der 19-jährige Rechtsaußen Patrick Groetzki angesichts des 31:33.

Ein Sieg mit drei Toren oder ein ein Erfolg mit zwei Toren, bei dem Medwedi weniger als 31 Treffer erzielt, muss also im Rückspiel in der Karlsruher Europahalle (ab 17.15 Uhr LIVESCORES) her, damit der aufstrebende Klub aus Baden erstmals unter die besten Vier Europas einzieht.

Fans als "achter Mann"

In eigener Halle sind die Löwen in dieser Champions -League-Saison noch ungeschlagen. Den einzigen Punkt ließen sie beim 27:27 gegen Zagreb liegen.

Auch der ungefährdete Sieg in der Hauptrunde gegen Chambery mit 40:25 sollte die Löwen positiv stimmen. (DATENCENTER: Das Viertelfinale der Champions League)

"Und mit solch einem Auftritt und unseren Fans im Rücken wollen wir nun auch das Viertelfinale erfolgreich hinter uns bringen", zeigt Groetzki die Zielsetzung auf.

"Ein einziges Durcheinander"

Aber auch die Russen um Trainer-Dino Wladimir Maximow sehen für sich gute Chancen. "Da bin ich zuversichtlich, denn wir haben in den vergangenen Jahren gegen Bundesliga-Klubs immer in Deutschland besser gespielt, als bei uns zu Hause in Tschechov", wird Maximov auf der Homepage der Rhein-Neckar Löwen zitiert.

Außerdem sieht er noch Steigerungspotenzial bei seinem Team im Vergleich zum Hinspiel: "Nach der Pause haben einige meiner Spieler leider gedacht, dass das Ganze ein Selbstläufer wird. In der Offensive ist uns die Ordnung völlig abhanden gekommen und überhaupt war unser Spiel im zweiten Abschnitt ein einziges Durcheinander".

Größter Erfolg der Löwen-Geschichte winkt

Die Löwen wollen vor allem eine Wiederholung der ersten Spielhälfte, in der sie zwischenzeitlich mit sechs Toren (6:12) zurücklagen, verhindern: "Da sah es schon fast nach einer Katastrophe aus", hatte Trainer Wolfgang Schwenke gesagt: "Aber wir haben nicht die Nerven verloren."

Nach dem Erreichen des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger, das die Rhein-Neckar Löwen in der Saison 2007/2008 gegen Veszprem verloren, ist die Qualifikation für das Champions-League-Halbfinale für den jungen Klub ein neuerlicher großer Erfolg.

Das Halbfinale der Königsklasse zu erreichen, würde den ganz großen Coup bedeuten.

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