Hammerlos für den deutschen Rekordmeister und Titelverteidiger THW Kiel, machbare Aufgaben für Flensburg und Berlin:
Bereits in der Gruppenphase der Champions-League kommt es zur Neuauflage des Vorjahresfinales Kiel gegen Atletico Madrid. Wie die Auslosung am Freitagmittag in Herzogenaurach ergab, trifft der Kieler Triplegewinner in Gruppe B zudem auf das ungarische Spitzenteam Veszprem, Sävehof (Schweden), Celje (Slowenien) und einen Qualifikanten.
"Das ist zwar eine Hammergruppe, aber für uns ein Traumlos", sagte THW-Geschäftsführer Klaus Elwardt dem SID: "Für unsere Zuschauer werden das tolle Spiele, und unser Team ist vor solchen Aufgaben bestimmt nicht bange." Kiel hatte in der vergangenen Saison alle 34 Spiele in der Bundesliga gewonnen und sich im Finale der Champions League gegen Madrid mit 31:26 durchgesetzt.
Der deutsche Vizemeister SG Flensburg-Handewitt bekommt es in Gruppe A mit dem französischen Meister Montpellier, Medwedi Moskau, Ademar Leon (Spanien) und zwei Qualifikanten zu tun.
Der dritte deutsche Teilnehmer und letztjährige Überraschungs-Halbfinalist Füchse Berlin freut sich auf Spiele gegen den spanischen Meister FC Barcelona, HC Croatia Zagreb (Kroatien), Pick Szeged (Ungarn), Schaffhausen (Schweiz) und einen Qualifikanten.
"Wir wollen auf jeden Fall die Gruppenphase überstehen und uns fest im europäischen Handball etablieren", sagte Füchse-Präsident Frank Steffel: "Ich traue unserer Mannschaft auch in der bevorstehenden Champions-League-Saison eine Überraschung zu."
Der HSV Hamburg könnte aus dem deutschen Starter-Trio für die Champions League noch ein Quartett machen. Der Meister von 2011 trifft im Halbfinale des Wildcard-Turniers am 8. September auf den polnischen Vizemeister Wisla Plock. Das zweite Halbfinale bestreiten der dänische Vizemeister Bjerringbro-Silkeborg und Saint-Raphael Var Handball aus Frankreich.
Nur der Sieger des Turniers (8./9. September) wird in der kommenden Spielzeit in der Königsklasse spielen.
Die Gruppenspiele in der Champions League starten Ende September, das Final Four findet am 1. und 2. Juni in Köln statt.
Die Auslosung im Überblick:
Gruppe A: Montpellier (Frankreich), Chekhovskie Medvedi (Russland), SG Flensburg-Handewitt, Ademar Leon (Spanien), Gewinner Quali-Turnier 1, Gewinner Wildcard-Turnier
Gruppe B: THW Kiel, Veszprem (Ungarn), Atletico Madrid (Spanien), IK Sävehof (Schweden), Celje Pivovarna Lasko (Slowenien), Gewinner Quali-Turnier 3
Gruppe C: AG Kopenhagen (Dänemark), Gorenje Velenje (Slowenien), KS Vive Targi Kielce (Polen), Chambery Savoie Handball (Frankreich), St. Petersburg HC (Russland), Gewinner Quali-Turnier 2
Gruppe D: FC Barcelona (Spanien), HC Croatia Osiguranje Zagreb (Kroatien), Kadetten Schaffhausen (Schweiz), Füchse Berlin, Pick Szeged (Ungarn), Gewinner Quali-Turnier 4
