Der HSV Hamburg hat in der Champions League erfolgreich Frustbewältigung betrieben.

Vier Tage nach dem peinlichen 28:28 im Ligaspiel bei Aufsteiger TV 1893 Neuhausen setzte sich der Ex-Meister am 4. Spieltag der Königsklasse gegen Partizan Belgrad mit 30:24 (17:13) durch und setzte sich mit dem dritten Sieg zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze der Gruppe A.

Die Hamburger konnten am Abend jedoch wieder von der SG Flensburg-Handewitt überholt werden, die beim spanischen Vertreter Ademar Leon antreten musste.

In der Sporthalle Hamburg erwischten die Gäste aus dem Land des Vizeeuropameisters Serbien den besseren Start und gingen 2:0 in Führung. Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe der HSV durch einen Treffer von Hans Lindberg zum 7:6 erstmals in Führung ging.

Diese gaben die Hanseaten auch nicht mehr ab. Herausragender Werfer in der Mannschaft von Trainer Martin Schwalb war Nationalspieler Michael Kraus mit acht Treffern, Lindberg traf siebenmal. Beste Partizan-Schützen waren Milos Ivosevic und Nenad Maksic mit jeweils fünf Toren.

Der HSV Hamburg musste gegen Belgrad auch auf Blazenko Lackovic verzichten. Der kroatische Rückraumspieler hatte sich in der Partie in Neuhausen den rechten Zeigefinger gebrochen und fällt vier Wochen aus.

Eine Operation war nicht notwendig. Lackovic fehlt dem HSV damit auch im Nord-Knüller am 27. Oktober in eigener Halle gegen Triple-Gewinner THW Kiel, der in der Bundesliga noch ungeschlagen ist.

Bei der SG Flensburg-Handwitt wusste am Ende niemand so recht, ob er angesichts des Unentschiedens lachen oder weinen sollte. Die Norddeutschen waren im Duell zweier Ex-Meister über weite Strecken spielbestimmend, brachten sich im Hexenkessel durch Zeitstrafen aber immer wieder selbst in Nöte.

Am Ende hatte die SG allerdings auch großes Pech, als ein Tor von Knudsen unmittelbar vor der Schlusssirene nicht anerkannt wurde. Der Däne soll beim Abwurf im Kreis gestanden haben.

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