Der THW Kiel hat alle Chancen auf das zweite Titel-Triple in Serie am Leben gehalten.

Der deutsche Rekordmeister setzte sich denkbar knapp mit 29:28 (12:14) bei MKB Veszprem durch und zog damit zum sechsten Mal ins Final Four der Champions League ein.

Damit brachen die "Zebras" auch den sogenannten Titelverteidiger-Fluch. Noch nie zuvor qualifizierte sich der amtierende Titelträger für das Turnier der besten vier Teams Europas. Das Final Four findet am 1./2. Juni in Köln statt.

Bester Werfer auf Seiten der Kieler war einmal mehr Filip Jicha mit sieben Treffern.

In der Veszprem-Arena vor über 5000 lautstarken Fans erwischte die Mannschaft von Alfred Gislason einen schlechten Start und lag schnell mit 1:5 im Hintertreffen. Veszprems Rückraum-Riesen Laszlo Nagy bekamen die "Zebras" kaum in den Griff, Nandor Fazekas machte dem THW mit großartigen Paraden das Leben schwer.

Doch der frisch gebackene DHB-Pokalsieger aus Kiel kam immer besser ins Spiel und hielt die erste Halbzeit anschließend weitestgehend ausgeglichen.

Auch in der zweiten Hälfte boten sich beide Teams ein hartes, hochklassiges und ausgeglichenes Duell.

In der 47. Minute ging der THW durch ein Tor Marko Vujin erstmals in Führung (23:22). Jicha erhöhte per Konter auf 24:22.

In der Folge fanden die Ungaren kaum mehr ein Mittel gegen die immer besser agierende Kieler Deckung. Zu allem Überfluss musste Veszprems zweiter Keeper Mirko Alilovic in der 51. Minute verletzt vom Feld.

Nach einer starken Einzelaktion markierte Aron Palmarsson mit dem 28:25 (55. Minute) die erste Drei-Tore-Führung. Diesen Vorsprung ließ sich der THW anschließend nicht mehr nehmen.

Im Hinspiel hatte sich der THW in der heimischen Sparkassen-Arena nach einem starken Schlussspurt mit 32:31 durchgesetzt.

Am Sonntag wird mit dem HSV Hamburg oder der SG Flensburg-Handewitt noch ein zweiter Bundesligavertreter das Final-Four-Turnier erreichen. Das Hinspiel hatten die Hamburger in Flensburg mit 32:26 gewonnen.

In der DKB Handball-Bundesliga führt der THW am 28. Spieltag fast uneinholbar mit 49 Punkten vor den Rhein-Neckar Löwen (46) und der SG Flensburg-Handewitt (44).

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel