Der Deutsche Meister THW Kiel hat sein erstes Heimspiel in der neuen Saison der Champions League mit einiger Mühe gewonnen.

Das Team von Trainer Alfred Gislason siegte gegen das dänische Spitzenteam von KIF Kolding-Kopenhagen nach einer starken zweiten Halbzeit 29:26 (12: 14) und wahrte in der Gruppe B mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel seine weiße Weste.

Das erste Spiel hatten die Kieler bei Wisla Plock (Polen) 34:33 gewonnen.

Überragender THW-Akteur war der tschechische Welthandballer Filip Jicha mit elf Treffern.

Auch in der Liga sind die Kieler, die in der vergangenen Saison der Königsklasse den Titel dem HSV Hamburg hatten überlassen müssen, bislang noch ungeschlagen.

Beide Teams boten den 9000 Zuschauern eine spannende, aber nur selten hochklassige Partie, in der sich Kiel erst Mitte der zweiten Hälfte absetzen konnte.

Vier Tore in Folge zur 20:17-Führung (41.) führte die THW-Stars allmählich auf die Siegerstraße, auch weil Torwart Andreas Palicka eine Klasseleisung zeigte. Für die Entscheidung sorgte Rechtsaußen Niclas Ekberg, der einen Siebenmeter per Trickwurf nervenstark zum 28:26 verwandelte.

Koldings Star Kim Andersson, 2012 von der Förde nach Kopenhagen gewechselt, erzielte bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte nur ein Tor.

Für die Dänen war Lukas Karlsson (9/3) am erfolgreichsten.

Die Rhein-Neckar Löwen warten in der Champions League dagegen weiter auf ihren ersten Sieg.

Der Bundesligist unterlag am Sonntag in seiner zweiten Partie in Gruppe A bei MKB Veszprem völlig unnötig mit 29:30 (14:17).

Nach dem 31:31 zum Auftakt gegen HC Saporoschje aus der Ukraine zog die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson trotz Feldvorteilen nun beim ungarischen Serienmeister den Kürzeren.

Die Löwen erwischten einen Fehlstart. Nach neun Minuten rannte der Bundesligist schon einem 2:7-Rückstand hinterher.

Bis zur Pause verkürzten Gudmundssons Spieler jedoch immerhin auf 14:17.

Nach dem Wechsel waren die Mannheimer teils sogar die bessere Mannschaft, sie ermöglichten den Ungarn um den früheren FC-Barcelona-Star Laszlo Nagy aber immer wieder viel zu einfache Tore.

Ihre nächste Partie in der Champions League bestreiten die Löwen am 12. Oktober beim slowenischen Verein Celje Pivovarna Lasko.

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