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Sara Walzig (r.) gab ihr Länderspieldebüt am 3. März 2007 in Riesa gegen die Niederlande © getty

Nicht nur die mäßige Generalprobe gegen die Niederlande schlägt Trainer Osmann aufs Gemüt. Auch Walziks Verletzung drückt.

Greven - Mit finsterer Miene stand Rainer Osmann auf dem Spielfeld.

Die Leistung seiner Mannschaft im vorletzten WM-Test und die Verletzung von Sara Walzik hatten dem Handball-Bundestrainer der Frauen die Laune eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt gründlich verhagelt.

"Das ist wohl eine Zerrung im Hüftbereich. Ich kann noch keine genaue Diagnose abgeben", sagte Osmann nach dem 24:22-Arbeitssieg in der Grevener Rönnehalle gegen die international zweitklassigen Niederländerinnen.

Und weiter: "Wenn es schlimm läuft, müssen wir noch einen Tausch vornehmen."

Große Abstimmungsprobleme

Die Auswahl des DHB offenbarte dabei noch große Abstimmungsprobleme in Abwehr und Angriff und reist mit einigen Sorgen im Gepäck zur WM nach China (5. bis 20. Dezember).

Immer wieder entstanden Lücken in der 6:0-Deckung, vorne klappte das Positionsspiel nur in Ansätzen.

"Wir müssen Geduld haben. Die Stunde der Wahrheit schlägt erst in der kommenden Woche", meinte Osmann, dessen Team am Donnerstag die Niederlande nach einer deutlichen Leistungssteigerung in den letzten 20 Minuten in Wuppertal noch klar bezwungen hatte (33:19).

Ziel ist die Hauptrunde

Ohne die Leistungsträgerinnen Grit Jurack (Schwangerschaft) und Nadine Krause (Schulteroperation) fehlt der deutschen Mannschaft viel internationale Erfahrung.

"Wir müssen da ein wenig improvisieren. Ich setze aber viel Vertrauen in die Mannschaft. Erstes Ziel bei der WM ist der Einzug in die Hauptrunde", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

Schwere Gegner

Das wird allerdings kein Selbstläufer. Im Reich der Mitte warten in der Vorrundengruppe A ab 5. Dezember mit Dänemark, Kongo, Brasilien, Schweden und Frankreich schwere Gegner.

Nur die besten drei Teams erreichen die Hauptrunde.

"Wir fahren nicht chancenlos zur WM", erklärte Osmann. Die Generalprobe findet am 3. Dezember im Vorrundenspielort Wuxi gegen den Olympiavierten Ungarn statt.

"Wäsche waschen und shoppen"

Am Montagnachmittag treffen sich die deutschen Frauen am Frankfurter Flughafen. Dann geht es über Peking nach Wuxi. Zuvor steht noch ein freies Wochenende an.

"Wäsche waschen, Weihnachtseinkäufe erledigen", beschrieb Torfrau Clara Woltering ihre Planungen bis zum Abflug und ergänzte nach der intensiven Vorbereitung: "Ich freue mich auf mein Bett."

Bleibt zu hoffen, dass die DHB-Auswahl bei der WM ausgeschlafen auftritt.

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