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Fassungslosigkeit nach dem 15:29: Isabell Klein, Sabrina Neukamp und Christine Beier © imago

Nach der Klatsche gegen Frankreich geht es für das DHB-Team vor allem um den Ruf. Torfrau Woltering macht eine Kampfansage.

Yangzhou - Auf der Busfahrt durch die chinesische Provinz hatten die deutschen Handballerinnen noch einmal Zeit zum Grübeln.

Eine richtige Erklärung hatten sie aber auch am Tag nach dem deprimierenden 15:29 im letzten WM-Gruppenspiel gegen Frankreich nicht für eine katastrophale Leistung und den totalen Einbruch nach zuvor vier ordentlichen bis sehr guten Auftritten.

So geht es nach dem Umzug vom Gruppenspielort Wuxi ins gut 200 km entfernte Yangzhou im ersten Hauptrundenspiel gegen Titelverteidiger Russland am Samstag (10 Uhr LIVESCORES) erstmal vor allem darum, sich wieder ordentlich zu präsentieren.

Meinungsaustausch nach der "Nicht-Leistung"

Denn statt der erhofften zwei nimmt die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) keinen einzigen Zähler mit in die Hauptrundengruppe 1 und hat nach Bronze bei der WM 2007 nur noch theoretische Chancen auf das Halbfinale. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Die Momentaufnahme ist traurig", sagte Bundestrainer Rainer Osmann und sprach von "einem aufgebrachten Hühnerhaufen" sowie einer "Nicht-Leistung".

So eine Klatsche müsse erstmal verarbeitet werden. Damit das gelingt, will Osmann, der sich selbst als kommunikativ, nicht autoritär bezeichnet, "einen internen Meinungsaustausch".

Überforderte Jungspunde

Seine Spielerinnen reagierten erstmal mit Trotz. "Unsere Marschroute für die Hauptrunde ist klar. Wir wollen alle drei Spiele gewinnen", sagte Torfrau Clara Woltering und versprach im Hinblick auf das Duell mit dem bislang ungeschlagenen Weltmeister: "Wir werden heiß sein und alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen."

Vor allem die jungen Spielerinnen wie die beiden 20-Jährigen Franziska Mietzner und Susann Müller, auf deren Schultern im Rückraum nach den Ausfällen von Grit Jurack (Schwangerschaft) und Nadine Krause (Schulteroperation) großer Druck lastet, dürften aber noch eine Weile an dem Erlebnis zu knapsen haben.

Am Sonntag steigt das Nachbarschaftsduell

"Vielleicht bekam es einigen Spielerinnen nicht, dass sie in den letzten Tagen so viel Positives über sich lesen konnten. Offensichtlich müssen Einige erst lernen, damit umzugehen", meinte Osmann.

Allerdings sei die positive Kritik auch berechtigt gewesen, schließlich habe die Leistung gestimmt. Umso härter war nach den Höhenflügen aber auch die Bruchlandung gegen Frankreich.

Weitere Gegner der DHB-Auswahl sind am Sonntag im Nachbarschaftsduell Österreich (10 Uhr LIVESCORES) und am Dienstag Angola (10 Uhr LIVESCORES).

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