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Franziska Mietzner spielt seit 2005 beim Bundesligisten Frankfurter HC © getty

Das DHB-Team hält gegen Russland kurz mit, als der Trainer laut wird und durchwechselt. Der Weltmeister gewinnt dennoch hoch.

Yangzhou - Halbwegs rehabilitiert, aber endgültig raus:

Die deutschen Handballerinnen haben bei der WM in China beim 22:34 (13:16) gegen den Titelverteidiger Russland zumindest phasenweise wieder ordentlich gespielt, mit nun 0:6 Punkten in der Hauptrundengruppe 1 aber auch alle theoretischen Chancen auf das Halbfinale eingebüßt.

Zwei Tage nach dem 15:29-Debakel im letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich war Sabrina Neukamp mit acht Toren beste Werferin für die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann.

Im sechsten Turnierspiel fehlten den Deutschen am Ende die Moral und auch die Klasse, um eine höhere Niederlage zu verhindern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Duell gegen Österreich

Für einen versöhnlichen Abschluss der WM sollen am Sonntag im Nachbarschaftsduell mit Österreich und am Dienstag gegen Angola (beide 10 Uhr LIVESCORES) noch Siege her, ehe das Platzierungsspiel ansteht.

Russland war dagegen eine Nummer zu groß für die deutsche Mannschaft und steuert ungeschlagen auf eine erneute Medaille zu.

Sieben Minuten Torflaute

Eine andere "Art unseres Auftretens" hatte Rainer Osmann für das Spiel gegen den Titelverteidiger gefordert und in der 4,5-Millionen-Stadt Yangzhou gelang Deutschland zwar der erste Treffer der Partie.

Danach folgte aber eine siebenminütige Torflaute, beim Stand von 1:6 in der achten Minute fühlte sich Rainer Osmann schon wieder an das Frankreich-Spiel erinnert.

"Was verwerft ihr die Bälle, das gibts doch gar nicht. Ich erwarte mehr Konsequenz", rief er seinen Spielerinnen zu.

Mehr Struktur durch Wechsel

Mit dem Wechsel von Franziska Mietzner und Nina Wörz auf Laura Steinbach und Ania Rösler kam dann tatsächlich etwas mehr Struktur in den deutschen Angriff.

Auf Rechtsaußen fand Sabrina Neukamp immer besser ins Spiel und überwand die starke russische Torfrau Inna Suslina allein bis zum Pausenpfiff noch fünfmal.

So war der Rückstand zwischenzeitlich auf zwei Tore geschrumpft (13:15).

Russinnen überlegen

Dennoch hatten die körperlich starken und konsequenten Russinnen das Spiel jederzeit im Griff.

Die deutschen Frauen waren dagegen in ihren schwarzen Trikots wieder zu schwach im Abschluss und verloren gegen die robuste russische Deckung viel zu häufig den Ball und fingen sich Gegenstoßtore.

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