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Torhüterin Sabine Englert spielt seit 2009 in Dänemark beim FC Midtjylland © imago

Nach lange währendem Rückstand dreht das deutsche Team mit letzter Kraft seine abschließende Vorrundenpartie der WM gegen Angola.

Yangzhou - Mit letzter Kraft haben sich die deutschen Handballerinnen einen versöhnlichen Abschluss bei der WM in China erspielt.

Im letzten Hauptrundenspiel rettete sich die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann zu einem 25:21 (12:13) gegen Afrikameister Angola und spielt damit am Donnerstag immerhin um Platz 7 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Im achten Turnierspiel fehlte es der deutschen Mannschaft in Yangzhou lange an Kraft und Konzept, Sabrina Neukamp, Christine Beier und Susann Müller waren mit je vier Treffern beste deutsche Werferinnen.

Erst in der 54. Minute gelang Rechtsaußen Neukamp zum 20:19 die erste Führung nach dem 1:0. Vier Siege und vier Niederlagen stehen nun für die junge deutsche Mannschaft zu Buche.

Rainer Osmann hatte den Verschleiß schon vor dem Spiel in Yangzhou bemerkt, von seiner Mannschaft dann aber zumindest Kampf und Einsatz gefordert.

Trotz Ruhetag fehlt Frische

Gegen die schnellen und körperlich robusten Angolanerinnen hatte seine Mannschaft dann zunächst vor allem physisch kaum noch etwas zuzusetzen.

Zwei Tage nach dem 29:26 gegen Österreich schien auch der Ruhetag mit Shopping und Sightseeing nicht ausreichend gewesen zu sein, um die Akkus wieder aufzuladen.

Englert beste Deutsche

Zunächst hatte Angola das Spiel im Griff. Torfrau Sabine Englert, die wieder die verletzte Clara Woltering (Knie) vertrat, zeigte noch die beste Leistung im deutschen Team. Neben Woltering fehlte in Ania Rösler (Mittelfingeranbruch) auch eine Alternative auf der Mittelpostion.

Zwar kam die DHB-Auswahl durch schöne Einzelaktionen immer wieder zum Erfolg, die eigentlichen Abläufe wurden aber zu selten ausgespielt.

Hinzu kamen die fast schon klassische Wurfschwäche und eine schlechte 7-m-Ausbeute. Gleich fünfmal verpassten die Strafwürfe ihr Ziel.

Gegnerinnen bauen ab

Erst Mitte der zweiten Hälfte begann das Aufbäumen, als auch der Gegner langsam abbaute.

In der 46. Minute gelang zum 19:19 wieder der Ausgleich, und als dann auch der Gegner allmählich nachließ, waren die deutschen Frauen wieder zur Stelle.

Gegen Angola, das in der Hauptrunde schon Rekord-Olympiasieger Dänemark mit 28:23 überrascht hatte, war es das insgesamt dritte Spiel bei einer WM.

1999 gab es in Dänemark ein 20:20. 2007 in Paris hatte Deutschland auf dem Weg zu Bronze die Afrikanerinnen mit 36:33 bezwungen.

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