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Die Leipzigerin Grit Jurack warf bei der Weltmeisterschaft 2007 die meisten Tore © imago

Im letzten EM-Gruppenspiel schlägt Deutschland Kroatien und bleibt unbesiegt. Der Spielverlauf gleicht einer Achterbahnfahrt.

Skopje - Die deutschen Handballerinnen haben sich mit ihrer besten Turnierleistung eine glänzende Ausgangsposition für die Hauptrunde bei der Europameisterschaft in Mazedonien erarbeitet.

Die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich besiegte zum Abschluss der Vorrunde in Skopje Kroatien nach einer sportlichen Achterbahnfahrt 32:27 (19:13) und geht damit ohne Verlustpunkt in die am Montag beginnende zweite Turnierphase (LIVESCORES) .

In ihren ersten beiden Spielen in der "Balkan-Gruppe" hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) Gastgeber Mazedonien (25:22) und Serbien (32:31) bezwungen.

Beste Werferin gegen Kroatien war Sara Walzik mit zehn Toren.

"Zwei wichtige Punkte für die Hauptrunde"

"Das waren zwei ganz wichtige Punkte für die Hauptrunde. Zwischendurch hatten wir aber Phasen, in denen der Tempowechsel nicht so gut funktioniert hat. Wir waren aber in der Lage, uns aus diesen schwierigen Situationen wieder zu befreien", sagte Emrich.

Die deutsche Auswahl, die auf die ehemalige Welthandballerin Nadine Krause wegen einer Schädelprellung verzichten musste, legte gegen den EM-Siebten vor 2500 Zuschauern einen Blitzstart hin.

Der WM-Dritte zog schnell auf 7:0 davon und musste den ersten Gegentreffer erst nach 6:16 Minuten hinnehmen.

Bruch im Spiel

Nach der 9:2-Führung in der 9. Minute kam aber ein Bruch ins Spiel des EM-Vierten. Die deutsche Mannschaft fand in dieser Phase kein Mittel gegen die offensivere Deckung des Gegners.

Zahlreiche Ballverluste nach technischen Fehlern und eine schlechte Chancenverwertung ließen den Sieben-Tore-Vorsprung immer kleiner werden, in der 19. Minute glich Kroatien beim 10:10 sogar aus.

Doch dank einer konzentrierten Leistung in der Abwehr, einiger guter Paraden von Torfrau Sabine Englert und der treffsicheren Nürnbergerin Walzik setzte sich das DHB-Team bis zur Pause wieder ab.

Leistungen schwanken

Auch nach dem Wechsel wechselten bei der deutschen Auswahl bei ihrem dritten Teil der Wiedergutmachungstour für den enttäuschenden elften Platz bei den Olympischen Spielen in Peking Licht und Schatten.

Besonders das Angriffsspiel war immer noch zu fehlerhaft, so musste trotz eines 23:14-Vorsprungs (40.) noch einmal gezittert werden, als Kroatien auf ein Tor herankam (26:25/50.)

Gegner in der Hauptrunde sind Russland, Schweden und Weißrussland. Neben Deutschland zogen auch Mazedonien und Kroatien in die nächste Turnierphase ein. Die jeweils ersten beiden Teams der beiden Sechser-Gruppen ziehen ins Halbfinale ein.

Deutschland - Kroatien 32:27 (19:13)

Tore für Deutschland: Walzik (10), Althaus (6), Jurack (4/1), Steinbach (3), Wörz (3), Loerper (3/1), Melbeck (2), Neukamp (1)Beste Werferin für Kroatien: Arslanagic (8)Zuschauer in Skopje: 2500

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