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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Nach der Kopfverletzung wieder im Lauftraining: Nadine Krause © getty

Bei der EM in Skopje wird es ernst für die DHB-Damen: Im ersten Spiel der Hauptrunde wartet Olympia-Alptraum Schweden.

Skopje - Statt Glanz und Klasse gab es Glück und Kampf, aber für die deutschen Handballerinnen soll die Europameisterschaft ohnehin erst am Montag so richtig beginnen.

Nach den drei holprigen Vorrundensiegen geht es dann gegen den Olympia-Achten Schweden (ab 18.15 Uhr LIVESCORES und live im DSF) um Punkte für den erhofften Einzug ins Halbfinale.

"Jetzt geht es erst richtig los", sagt Bundestrainer Armin Emrich und setzt im mazedonischen Skopje vor allem weiter auf die hervorragende Einstellung von Grit Jurack und Co.

"Die Atmosphäre, der Kampfgeist, der Teamgeist, alles stimmt drumherum", sagt Emrich.

Große Schwankungen

Auch spielerisch ging es im letzten Gruppenspiel am Samstag gegen Kroatien (32:27) insgesamt zwar bergauf, doch wie schon in den ersten Partien gegen Gastgeber Mazedonien (25:22) und Serbien (32:31) waren die Schwankungen noch viel zu groß.

"Wir hatten gegen Kroatien Phasen, in denen es gut lief. "Wenn wir das das ganze Spiel schaffen, gewinnen wir mit 15 Toren", meinte Spielführerin Jurack.

So wurde eine Neun-Tore-Führung in der zweiten Hälfte gegen Kroatien fast noch verspielt.

Hoffnung für die Hauptrunde

Diesmal war es die 21 Jahre alte Linksaußen Sara Walzik, die mit zehn Toren maßgeblich für das Happyend sorgte.

Die Steigerung machte auch Hoffnung für die Hauptrunde - und schließlich haben auch die anderen Teams bislang alles andere als überragend gespielt.

Kreisläuferin Anja Althaus ging das Gerede über die schwankenden Leistungen ohnehin schon auf die Nerven: "Macht doch alles nicht so schlecht. Das muss man erstmal schaffen."

Immer lag jemand am Boden und wir haben uns als Mannschaft da durchgesetzt und wieder rausgeholt."

Nur DHB-Damen ohne Punktverlust

Der vermeintlich stärkste Hauptrundenkonkurrent, der neu formierte Weltmeister Russland, nach dem Duell mit Weißrussland am Mittwoch einen Tag später letzter Gegner der Deutschen, präsentierte sich am letzten Vorrundenspieltag beim Unentschieden gegen Schweden (19:19) jedenfalls auch alles andere als Angst einflößend.

Somit geht Deutschland als einziges Team verlustpunktfrei in die Hauptrunde.

Die jeweiligen beiden besten Mannschaften der zwei Sechser-Gruppen kommen ins Halbfinale.

Rechnung offen

Mit Schweden hat die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes noch eine Rechnung offen: Bei Olympia in Peking gab es eine bittere 26:27-Niederlage, die das Vorrunden-Aus und den späteren Platz elf praktisch besiegelte.

Ob dann allerdings die frühere Welthandballerin Nadine Krause nach der Pause gegen Kroatien wieder mitspielen kann, war am Sonntag noch unklar. "Das müssen die Ärzte entscheiden", sagte Emrich.

Immerhin sollte die Rückraumspielerin nach der im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien erlittenen Schädelprellung am Sonntag zum ersten Mal wieder joggen gehen.

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