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Grit Jurack (l.) war mit zehn Treffern beste deutsche Werferin © imago

Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel legt das DHB-Team gegen Schweden den Grundstein und bekommt Schützenhilfe von Russland.

Skopje - Die deutschen Handballerinnen haben ihren Siegeszug bei der Europameisterschaft in Mazedonien fortgesetzt und vorzeitig das Halbfinalticket gelöst.

Die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich besiegte zum Hauptrundenauftakt Schweden nach der besten Turnierleistung souverän mit 33:22 (15:11) und nahm damit auch erfolgreich Revanche für die bittere Vorrundenniederlage gegen den Olympia-Siebten bei den Sommerspielen in Peking.

Beim vierten Sieg im vierten EM-Spiel war Grit Jurack mit zehn Toren beste deutsche Werferin.

"Das war variantenreicher Tempohandball über 60 Minuten. Wir haben den Gegner aus der Abwehr heraus geknackt", sagte Emrich nach der starken Vorstellung seiner Mannschaft.

Schützenhilfe von Russland

Schützenhilfe erhielt die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) im Anschluss von Russland. Der Weltmeister besiegte Gastgeber Mazedonien 43:24 (15:12).

Mit 6:0 Punkten ist der WM-Dritte Deutschland nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen, da Mazedonien, Kroatien und Schweden (alle 2:4) im direkten Vergleich bezwungen wurden.

Mit Blitzstart zur 9:0-Führung

Gegen Schweden gelang dem deutschen Team vor 2000 Zuschauern wie bei den Vorrundensiegen gegen Gastgeber Mazedonien, Serbien und Kroatien ein Blitzstart. Dank einer aggressiven Abwehr und den starken Torfrauen Clara Woltering und Sabine Englert kam die DHB-Auswahl immer wieder zu schnellen Ballgewinnen.

Die Tempogegenstöße wurden eiskalt genutzt, so dass es nach 14 Minuten bereits 9:0 stand.

Auch der erneute Ausfall der ehemaligen Welthandballerin Nadine Krause (Schädelprellung) wurde gut kompensiert.

Kurze Drangphase der Schwedinnen

Den Schwedinnen gelang ihr erster Treffer erst nach 14:20 Minuten. Danach kamen sie allerdings etwas besser ins Spiel und nach einigen technischen Fehlern der deutschen Mannschaft in der 28. Minute bis auf vier Tore Differenz heran.

Aber auch in der zweiten Halbzeit kam der Olympia-Elfte gut aus der Kabine. Bis zur 41. Minute wuchs der Vorsprung des EM-Vierten wieder auf acht Treffer an - die Vorentscheidung.

Rot für Wörz

Besonders die DHB-Rekordtorschützin Jurack, die erst in der Schlussphase kurz gedeckt wurde, zeigte sich sehr treffsicher. Die Abwehr stand zudem sehr sicher und bot den Schwedinnen kaum eine Lücke. Dahinter zeigte Torfrau Woltering einige Glanzparaden.

Die deutsche Auswahl ließ sich auch von der Roten Karte gegen Nina Wörz in der 51. Minute wegen Foulspiels nicht mehr aus dem Konzept bringen.

"Nach der Niederlage in Peking war der Sieg gegen Schweden natürlich eine Genugtuung für uns", meinte Wörz.

Weitere Gegner in der Hauptrunde sind am Mittwoch Weißrussland (20.15 Uhr) und einen Tag später Russland (18.15/beide live im DSF).

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