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Nina Wörz spielt seit 2006 beim dänischen Erstligisten Randers HK © imago

Deutschland verpasst bei der Europameisterschaft den fünften Sieg. Immerhin kehrt die Welthandballerin zurück aufs Parkett.

München - Die Siegesserie der deutschen Handballerinnen bei der Europameisterschaft in Mazedonien ist gerissen.

Die bereits zuvor für das Halbfinale qualifizierte Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich kam gegen Weißrussland im zweiten Hauptrundenspiel nicht über ein 28:28 (13:14) hinaus.

Zwei Tage nach der Gala-Vorstellung gegen Schweden (33:22) zeigten die Deutschen eine über weite Strecken schwache und unkonzentrierte Leistung.

Beste Werferin des WM-Dritten war Sabrina Neukamp mit sechs Toren.

"Das war ein hart erkämpftes Unentschieden. Uns hat die Frische gefehlt. Wir waren nicht in der Lage, unser schnelles Angriffsspiel aufzuziehen", sagte Emrich.

Sieg für den Gruppensieg

Im abschließenden Spiel der Hauptrunde geht es am Donnerstag (18.15 Uhr LIVESCORES und live im DSF) für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gegen den bereits ebenfalls für die Vorschlussrunde qualifizierten Weltmeister Russland nur noch um den Gruppensieg.

Dafür benötigt das deutsche Team aber einen Sieg.

Emrich musste vor lediglich 500 Zuschauern in Skopje auf die bisher überragende Torfrau Clara Woltering (Rückenprobleme) und Kreisläuferin Anja Althaus (Zerrung in der Beugemuskulatur des linken Unterarms) verzichten.

Pause für Walzik

Zudem gönnte der Bundestrainer einigen Stammspielerinnen - wie der zuletzt stark spielenden Nürnbergerin Sara Walzik - eine schöpferische Pause. Dafür gab die ehemalige Welthandballerin Nadine Krause nach überstandener Schädelprellung ab der 20. Minute ihr Comeback im Angriff.

Der EM-Vierte begann nervös und leistete sich im Angriffsspiel viele technische Fehler. Nach den Blitzstarts in den vergangenen Spielen gegen Kroatien und Schweden musste die deutsche Auswahl daher sofort einem Rückstand hinterlaufen (3:5/10. Minute).

Das deutsche Spiel wurde auch mit zunehmender Dauer in der ersten Halbzeit nicht besser.

Nicht aggressiv genug

Ersatztorhüterin Jana Krause zeigte zwar keine schlechte Leistung, doch die Abwehr ging nicht aggressiv genug zu Werke und erkämpfte zu wenig Bälle.

Zudem war die Chancenverwertung im Angriff nicht optimal, Möglichkeiten zu Tempogegenstößen wurden nicht konsequent genutzt.

Nach dem Wechsel ersetzte Sabine Englert die Nürnbergerin Krause im Tor, doch der Rückstand blieb zunächst bestehen (16:19/40. ). Als beim Gegner etwas die Kräfte schwanden, gelang der DHB-Auswahl zwölf Minuten vor dem Ende nach langer Zeit der Ausgleich (22:22). Doch für den fünften Sieg im fünften Spiel reichte es nicht.

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