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Anna Loerper überzeugte als sichere Sieben-Meter-Schützin © getty

Mit einer starken Abwehrleistung feiert das Team von Armin Emrich gegen Russland den fünften Sieg im sechsten EM-Spiel.

Skopje - Die deutschen Handballerinnen haben sich auch von Weltmeister Russland nicht stoppen lassen und entwickeln sich bei der Europameisterschaft in Mazedonien immer mehr zum Titelanwärter.

Mit einem 27:22 (14:12) am letzten Hauptrundenspieltag feierte die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich den fünften Sieg im sechsten EM-Spiel und geht als Gruppenerste ins Halbfinale am Samstag (live im DSF).

Dort ist das Überraschungsteam aus Spanien der Gegner. Im zweiten Vorschlussrundenspiel trifft Olympiasieger und Titelverteidiger Norwegen auf Russland.

"Steigende Formkurve"

"Glückwunsch an die Mannschaft, dass sie ungeschlagen das Halbfinale erreicht hat. Trotz der angeschlagenen Spielerinnen hat sie konsequent umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagte Emrich und bescheinigte seinen Spielerinnen rechtzeitig vor dem entscheidenden Wochenende eine "steigende Formkurve".

Einen Tag nach dem Unentschieden gegen Weißrussland (28:28) (Siegesserie reißt gegen Weißrussland) zeigte die deutsche Mannschaft auch gegen die neu formierte Auswahl Russlands keine spielerische Glanzleistung, überzeugte aber mit einer starken Abwehr und schaffte es diesmal, den früh erarbeiteten Vorsprung zu halten.

Ohne Müller und Melbeck

Beste Werferin in Skopje waren am Donnerstag wieder einmal die deutsche Rekordtorschützin Grit Jurack sowie Anna Loerper mit je sieben Toren.

Verzichten musste Emrich gegen Russland auf Kreisläuferin Anne Müller (Bänderabriss im linken Ringfinger) und die abwehrstarke Rechtsaußen Stefanie Melbeck. Melbeck laboriert nach einem wiederholten Schlag auf die Nase an einer Nasenbeinfraktur. Beide sollen im Halbfinale aber wieder dabei sein.

Kampfgeist wieder voll da

Schon gegen Russland waren Kreisläuferin Anja Althaus (Zerrung im Unterarm) und die erneut starke Torhüterin Clara Woltering (Rückenprobleme) wieder ins deutsche Team zurückgekehrt, und auch der Kampfgeist beim EM-Vierten von 2006 und WM-Dritten 2007 war im Gegensatz zum Vortag wieder voll da.

Allerdings präsentierte sich der Olympia-Zweite Russland, der sich nach Peking im Umbruch befindet, auch alles andere als titelwürdig.

Loerper setzt gute Akzente

Bei der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) setzte diesmal Loerper auf der Mittelposition gute Akzente und überzeugte zudem als sichere Sieben-Meter-Schützin.

Im Halbfinale am Samstag geht es für Deutschland nicht nur um den Finaleinzug, sondern auch die direkte Qualifikation für die nächsten Großveranstaltungen: Die beiden besten Teams von Skopje lösen neben Titelverteidiger Russland das Ticket zur WM 2009 in China.

Der Europameister ist neben den Gastgebern für die EM 2010 in Dänemark und Norwegen qualifiziert.

Das Spiel im Stenogramm

Deutschland - Russland 27:22 (14:12)Tore für Deutschland: Jurack (7), Loerper (7/5), Hering (4), Wörz (3), Neukamp (2), Walzik (2), Althaus (2) Beste Werferinnen für Russland: Chmyrowa (6), Turej (6)Zuschauer in Skopje: 1000

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