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Franziska Mietzner debütierte im März 2009 in der deutschen Nationalmannschaft © getty

Die deutschen Handballerinnen wollen beim Vier-Nationen-Turnier Selbstvertrauen für die WM tanken. Coach Jensen fordert Präsenz.

München - Die deutschen Handballerinnen treffen bei ihrem letzten Härtetest vor der Weltmeisterschaft in Brasilien (3. bis 18. Dezember, LIVE im TV auf SPORT1) auf hochkarätige Gegner und wollen sich dabei das nötige Selbstvertrauen holen.

Olympiasieger Norwegen (Freitag, 18.15 Uhr), Vize-Europameister Schweden (Samstag, 14.45) und der WM-Vierte Spanien (Sonntag, 13.15) heißen die Kontrahenten beim Mibelringen-Cup in Norwegen.

"Das sind alles Mannschaften der absoluten Weltspitze. Wir wollen guten Handball spielen und erfolgreich sein, um mit einem positiven Gefühl nach Brasilien zu fliegen", sagte Bundestrainer Heine Jensen.

Jensen fordert Präsenz

Im Vergleich zu den EM-Qualifikationsspielen spielt der 34-jährige Däne in Skandinavien bereits mit seinem WM-Kader.

"Diese Spielerinnen genießen mein absolutes Vertrauen. Wir wollen uns jetzt konzentriert einspielen", verrät Jensen.

Laura Steinbach (Bayer Leverkusen), Randy Bülau (Buxtehuder SV) und Mandy Hering (Frankfurter HC) gehören vorerst nicht zum WM-Aufgebot, Kreisläuferin Anja Althaus (Viborg HK) kehrt dagegen nach überstandenen Schulterproblemen zurück in den Kader (News).

Beim Vier-Nationen-Turnier in der Region Stavanger fordert Jensen vor allem Präsenz: "Es ist wichtig, dass wir von Anfang an da sind, und sich jede mit ihren Stärken einbringt."

WM "wichtig für deutschen Handball"

Anders als beim World Cup im dänischen Aarhus Ende September will die deutsche Auswahl Rekordeuropameister und Gastgeber Norwegen am Freitag fordern. In Aarhus setzte es vor knapp acht Wochen eine deftige 13:25-Niederlage.

"Das darf uns so nicht nochmal passieren", sagte Jensen und ergänzte: "Die Mannschaft weiß, wie wichtig diese WM für den deutschen Handball ist. Wir wollen in den letzten Testspielen eine gute Basis für eine erfolgreiche WM legen."

Die Norwegerinnen sind auch beim WM-Auftakt am 3. Dezember in Santos (20.15 Uhr MEZ) Gegner der deutschen Mannschaft.

Platz sieben ist ein Muss

Bei der Weltmeisterschaft geht es für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) um die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London.

Nur wenn Deutschland zu den sieben besten europäischen Mannschaften gehört, sichert man sich ein Ticket für eines der drei Qualifikationsturniere im Frühjahr. Der Weltmeister qualifiziert sich direkt für London.

Generalprobe gegen Dänemark

Neben Norwegen treffen die DHB-Damen in der Gruppe A noch auf Montenegro, China, Island und Angola.

Die WM-Generalprobe bestreitet die deutsche Mannschaft um Spielführerin Isabell Klein am 22. November (18.30 Uhr) im dänischen Horsens gegen Rekord-Olympiasieger Dänemark. Sechs Tage später reist der Tross zur WM nach Brasilien.

Das deutsche WM-Aufgebot:

Tor: Katja Schülke (HC Leipzig), Clara Woltering (Buducnost Podgorica), Sabine Englert (FC Midtjylland) Linksaußen: Katja Langkeit (Buxtehuder SV), Natalie Augsburg (HC Leipzig)Rückraum links: Franziska Mietzner (Frankfurter HC), Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen), Nadja Nadgornaja (Thüringer HC) Rückraum Mitte: Anna Loerper (Team Tvis Holstebro), Kerstin Wohlbold (Thüringer HC)Rückraum rechts: Isabell Klein (Buxtehuder SV), Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV)Rechtsaußen: Sabrina Richter (HSG Blomberg-Lippe)Kreis: Luisa Schulze (HC Leipzig), Anne Müller (HC Leipzig), Anja Althaus (Viborg HK)

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