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Die Europameisterschaft kann für die DHB-Frauen kommen © getty

Dem beeindruckenden Gruppensieg in der EM-Qualifikation (News) folgen forsche Töne der Deutschen. Nur der Bundestrainer bremst.

Magdeburg - Nach 60 Minuten Powerhandball vor ungewohnt großer Kulisse fielen sich die deutschen Handballerinnen erschöpft, aber glücklich in die Arme.

Das 31:16 im letzten Qualifikationsspiel gegen Mazedonien bescherte dem DHB-Team nicht nur Platz eins in der Quali-Gruppe 7 für die EM im Dezember in Kroatien und Ungarn, sondern auch jede Menge Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben.

"Es hat heute richtig Spaß gemacht", sagte Kreisläuferin Anne Müller vom DHB-Pokalsieger HC Leipzig.

Höllenlärm in Magdeburg

Das Vorspiel zur missglückten Männerpartie gegen Polen sahen am Ende über 7000 Zuschauer, die für einen Höllenlärm in der Magdeburger Getec-Arena sorgten.

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"Das können wir gerne wiederholen. Ich denke, das war heute eine tolle Werbung für das Frauen-Handball", sagte Müller, die vier Tore zum ungefährdeten Sieg beisteuerte.

"Es war schwer für den Gegner, als er gesehen hat, dass wir hier von Beginn an richtig Dampf gemacht haben", stellte Clara Woltering fest.

Positive Entwicklung

Die Torhüterin des Champions-League-Finalisten Buducnost Podgorica war mit dem Auftritt ihrer Vorderleute mehr als zufrieden und machte eine gute Entwicklung im Team aus: "Wir wollen uns kontinuierlich steigern. Aber man kann auch sagen, dass wir heute der Weltspitze einen Schritt näher gekommen sind."

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Noch ambitionierter äußerte sich Rückraumspielerin Susann Müller, mit sieben Toren beste Werferin der deutschen Mannschaft.

"Ich bin immer etwas forscher als die anderen. Aber ich bin wirklich davon überzeugt, dass wir bei der EM eine Medaille holen können", sagte Müller, die die meisten Spielanteile aller Feldspielerinnen hatte.

Jensen vor Auslosung gelassen

Von einer Medaille bei den kontinentalen Titelkämpfen im Dezember wollte Bundestrainer Heine Jensen aber noch nicht sprechen.

"So weit sollten wir uns nicht aus dem Fenster lehnen. Es ist wichtig, dass wir uns Schritt für Schritt entwickeln. Und das haben wir heute wieder bewiesen", meinte der Coach.

Der EM-Auslosung am Donnerstag blickte der Cheftrainer gelassen entgegen: "Wunschgegner habe ich bei der Auslosung nicht. Wir müssen es nehmen, wie es kommt. Wir brauchen Punkte, so oder so."

Tormaschine läuft auf Hochtouren

Beachtlich war, dass die deutsche Tormaschinerie auch in der zweiten Halbzeit nicht ins Stocken geriet, als Jensen munter durchwechselte und nahezu jede Spielerin brachte.

"Das ist uns auch sehr wichtig. Wir haben eine starke Bank. Jeder, der ins Spiel kommt, kann der Mannschaft helfen. Das muss auch so bleiben", sagte Woltering, die sich ebenso wie ihre Teamkolleginnen auf den wohlverdienten Urlaub freuen konnte, nach einer Saison mit furiosem Schlusspunkt.

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