Rainer Osmann wird sein Amt als Bundestrainer der Frauenhandball-Nationalmannschaft vorzeitig niederlegen.

"Er hat zum 30. Juni 2011 um die Beendigung seines Vertrages gebeten. Bis dahin ist er krankgeschrieben. De facto steht er nicht mehr zur Verfügung", sagte Berndt Dugall, der Vorsitzende der Frauenhandball-Bundesliga (HBF).

Der 60-jährige Osmann hatte den Posten im April 2009 von Armin Emrich übernommen. Bei der EM im vergangenen Dezember in Norwegen und Dänemark hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) nach einem Debakel die Hauptrunde verpasst und war auf Platz 13 gelandet. Osmann, dessen Vertrag ursprünglich bis 2012 lief, war seit Anfang Januar wegen Herzproblemen krankgeschrieben.

Der DHB und die HBF hatten am Wochenende nach einer Unterredung eine Arbeitsgruppe gebildet, um schnellstmöglichst einen Nachfolger für Osmann präsentieren zu können.

Bereits Anfang Juni stehen die richtungweisenden Qualifikationsspiele für die WM 2011 in Brasilien gegen Ungarn an. Sollte die WM-Teilnahme verspielt werden, könnte das DHB-Team auch nicht mehr das Ticket für Olympia 2012 in London lösen.

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