Trotz der schwierigen Ausgangsposition ist Heine Jensen vor seinem Debüt als Bundestrainer der deutschen Handballerinnen zuversichtlich.

"In Deutschland kann man es sich leisten, in neun von zehn Spiele allein mit Blick auf die eigenen Stärken zu gehen. Dieses Selbstbewusstsein müssen wir haben, ohne den Respekt vor dem Gegner zu verlieren", sagte der 34-jährige Jensen vor dem Start des Osterturniers in Völklingen am Gründonnerstag und erklärte: "Das Potenzial des deutschen Frauenhandballs ist nach wie vor riesig."

Im Saarland trifft die Auswahl des DHB am Donnerstag auf Spanien (20.15 Uhr), am Samstag auf Frankreich (18.15) und am Sonntag zum Abschluss auf Olympiasieger und Europameister Norwegen (16.15).

Das Turnier ist die einzige Testmöglichkeit vor den richtungweisenden Playoff-Spielen um die WM-Teilnahme 2011 gegen Ungarn am 5. Juni in Balingen und am 11. Juni in Györ. Nur wenn das Ticket für die Weltmeisterschaft im Dezember 2011 in Brasilien gelöst wird, besteht noch eine Chance auf die Qualifikation für Olympia 2012 in London.

Der Däne Jensen, der im März Rainer Osmann als Bundestrainer ablöste und noch bis 1. Juni beim Bundesligisten HC Leipzig unter Vertrag steht, verzichtet bei seinem Debüt auf Mannschaftsführerin Nina Wörz (Randers HK). Auch Linkshänderin Susann Müller (SK Aarhus) fehlt im 20-köpfigen Aufgebot.

"Beide sind dieses Mal nicht nominiert worden. Ich möchte andere Spielerinnen testen", sagte Jensen. Das Duo hatte bei der EM im Dezember 2010 in Dänemark und Norwegen enttäuscht. Das DHB-Team hatte sich dort mit Platz 13 bis auf die Knochen blamiert.

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