Die deutschen Handballerinnen haben sich für die Weltmeisterschaft vom 3. bis 18. Dezember in Brasilien qualifiziert.

Das Team des neuen Bundestrainers Heine Jensen gewann in Györ das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Ungarn mit 27:22 (14:12) und setzte sich damit nach dem 26:24 im Hinspiel in der Addition beider Begegnungen locker durch.

Es war im 70. Länderspiel gegen Ungarn erst der 15. deutsche Sieg.

"Das war eine tolle Mannschaftsleistung", sagte Jensen: "Wir hatten eine sehr solide Defensive. Unseren Plan haben wir sehr gut durchgeführt. Es war toll zu sehen, wie sich alle für das Team eingebracht haben. Wir haben hart gearbeitet und sind dafür belohnt worden. Glückwunsch an das gesamte Team."

Beste Werferin der deutschen Mannschaft war Rückraumspielerin Nadja Nadgornaja vom deutschen Meister Thüringer HC, die acht Tore, davon fünf Siebenmeter, erzielte.

Eine grandiose Leistung bot Torhüterin Katja Schülke vom Leipziger HC, die insgesamt 20 Paraden zeigte und unter anderem einen Siebenmeter der ehemaligen Welthandballerin Anita Görbicz hielt.

"Wir haben Ungarn den Zahn gezogen und fahren ganz verdient zur WM", sagte Schülke.

Hätte Deutschland die WM-Qualifikation verpasst, wäre auch die Chance auf die Olympia-Teilnahme 2012 in London dahin gewesen.

"Das wird nicht passieren, Deutschland gehört zu den acht besten Mannschaften der Welt", hatte Heine Jensen immer wieder betont. Der 32-jährige Däne, bisher Trainer des HC Leipzig, hatte die Mannschaft im April von dem erkrankten Rainer Osmann übernommen.

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