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Die deutschen Handballerinnen haben sich vorzeitig für die Europameisterschaft im Dezember in Ungarn und Kroatien qualifiziert.

Das Team von Bundestrainer Heine Jensen gewann das Hinspiel gegen Mazedonien in Skopje mit 23:21 (9:11) und holte sich damit die beiden noch fehlenden Punkte in der Qualifikations-Gruppe 7. Das Rückspiel findet am Samstag in Magdeburg statt.

Eine Steilvorlage für die Handball-Herren, die ebenfalls am Samstag in Magdeburg ihr entscheidendes Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Polen bestreiten (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

Dabei sah es anfangs ganz und gar nicht nach einem Erfolg der deutschen Damen aus. Mehr als 13 Minuten waren bereits gespielt, als Linkshänderin Susann Müller vom DHB-Pokalsieger HC Leipzig das erste deutsche Tor zum 1:5 erzielte.

Bis dahin waren die deutschen Spielerinnen reihenweise an der glänzenden mazedonischen Torhüterin Ivana Zafirova gescheitert oder hatten das gegnerische Tor weit verfehlt. Wie so oft hatte Deutschland Schwierigkeiten mit der offensiven Abwehr des Gegners und ließ im Spielaufbau jegliche Kreativität vermissen.

Mazedonien lag somit zunächst ständig in Führung und baute diese zwischenzeitlich auf 7:1 (18.) und 11:6 (26.) aus.

Ein deutscher Dreier, den innerhalb der letzten 90 Sekunden vor der Pause Natalie Augsburg (Füchse Berlin) sowie die beiden Leverkusenerinnen Kim Naidzinavicius und Marlene Zapf erzielten, gestaltete das Halbzeitergebnis von 11:9 aus deutscher Sicht etwas freundlicher.

Durch zwei schnelle Treffer von Svenja Huber (Thüringer HC) per Siebenmeter und Susann Müller konnte die deutsche Mannschaft in der 32. Minute erstmals zum 11:11 ausgleichen.

In der Abwehr sorgte nun Rekord-Nationalspielerin Anja Althaus für mehr Stabilität, dahinter entschärfte Kapitän Clara Woltering im Tor eine Vielzahl präziser Würfe der Gastgeberinnen.

Auf mehr als zwei Tore ließ Deutschland den Gegner nicht mehr davonziehen, konditionell baute Mazedonien nun deutlich ab.

In der 45. Minute erzielte Marlene Zapf von der Rechtsaußen-Position mit dem 16:15 die erste deutsche Führung, die Shenia Minevskaja (TuS Metzingen) mit ihrem Treffer zum 18:16 (49.) erstmals auf zwei Tore ausbaute.

Minevskaja verlieh dem Angriffsspiel deutlich mehr Durchschlagskraft, obwohl die Tore nach wie vor überwiegend aus Einzelaktionen resultierten.

Erfolgreichste deutsche Werferin war Susann Müller mit sechs Toren, Minevskaja traf viermal.

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