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2003 kam Christian Zeitz von der SG Kronau-Östringen zum THW Kiel © getty

Im Sport1.de-Interview spricht Christian Zeitz über Routine beim Feiern und die Rivalität des THW Kiel mit seinem Heimat-Klub.

Aus Hamburg berichtet Julian Meißner

Hamburg ? Christian Zeitz musste zu Beginn des Pokalfinales auf der Bank Platz nehmen.

Trotz der Gala des Linkshänders im Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen, als er neun Tore erzielte, begann im Endspiel am Sonntag der lange verletzte Schwede Kim Andersson im rechten Kieler Rückraum.

Der Erfolg gibt THW-Trainer Alfred Gislason recht: Seine "Zebras" besiegten in der mit 13.000 Zuschauern ausverkauften Hamburger Color-Line-Arena Außenseiter VfL Gummersbach nach einem holprigen Start am Ende sicher mit 30:24 (15:12) und feierten so nach der vorzeitigen Meisterschaft auch den dritten Pokalsieg in Folge. (Kiel macht drittes Double in Folge perfekt)

Im Interview mit Sport1.de spricht Zeitz über Routine beim Feiern, die Rivalität der Nordlichter mit seinem Heimat-Klub, den heutigen Löwen, und Ausnahmetorhüter Thierry Omeyer.

Sport1.de: Herr Zeitz, Ihr Team hat sich zu Beginn des Finals sehr schwer getan. Wie haben Sie den Hebel umlegen können?

Christian Zeitz: Die ganze erste Halbzeit war nicht besonders. Wir standen nicht gut in der Abwehr und haben leichte Tore kassiert. Dann ist ein Ruck durch das Team gegangen. Im zweiten Durchgang haben wir uns hinten gesteigert und unser Tempospiel durchgezogen. Das hat den Ausschlag gegeben.

Sport1.de: Thierry Omeyer ist nach seiner Hinausstellung richtig heiß gelaufen. Welche Rolle hat das gespielt?

Zeitz: "Titi" war der Garant für den Sieg. Er hat im Halbfinale nicht sehr gut gespielt. Aber heute hat er den Kasten zugemacht, als es darauf ankam. Das zeichnet einen guten Torhüter aus und war heute extrem wichtig für uns.(STATISTIK: Stenogramme des Final Four)

Sport1.de: Gestern haben Sie noch ein Riesenspiel gemacht, heute hat der lange verletzte Kim Andersson angefangen. Ist man da enttäuscht?

Zeitz: Nein, das war mit dem Trainer abgesprochen.

Sport1.de: Der THW hat nun sein drittes Double in Folge gewonnen. Bekommt man da Routine im Feiern?

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Zeitz: Es hält sich in Grenzen. Natürlich werden wir heute Abend ein bisschen feiern, aber dann konzentrieren wir uns auch schon wieder auf das Bundesliga-Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen am Wochenende. Das Spiel wollen wir auf jeden Fall gewinnen.

Sport1.de: Dabei ist die Meisterschaft schon längst entschieden. Ist das erneute Aufeinandertreffen mit den Löwen dennoch ein Highlight?(DATENCENTER: DHB-Pokal)

Zeitz: Wir wollen immer jedes Spiel gewinnen. Aber gegen die Rhein-Neckar Löwen macht es besonders Spaß. Schließlich gibt es da einen kleinen Hintergrund.

Sport1.de: Dominik Klein sagte im Gespräch mit Sport1.de, man würde sich unter den Spielern eigentlich gut verstehen. Wie schlägt sich diese Rivalität nieder ? gerade für sie, der früher für Kronau-Östringen spielte?

Zeitz: Im Grunde sind es nur zwei, drei Leute da unten, die die ganze Zeit Krawall machen und sticheln. Das kann natürlich nicht sein und ist einfach schade. Ich denke, das ist auch nicht im Interesse der Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen.

Sport1.de: Als ein weiteres Saison-Highlight steht noch das Finale der Champions League auf dem Programm. Ab wann denken Sie an Ciudad Real?

Zeitz: Erst einmal denken wir ans Feiern. Wenn es darauf ankommt, sind wir wieder da.

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