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Per Carlén wechselte im Sommer 2008 zunächst als Assistenztrainer nach Flensburg © getty

Die SG zieht sich im DHB-Pokal-Achtelfinale gegen Liga-Primus Kiel achtbar aus der Affäre. Ein Flensburger ragt heraus.

Von Matthias Fiedler

München - "Ein Millimeter hat gefehlt", befand Flensburgs Torwart Dan Beutler nach der 26:31-Niederlage im DHB-Pokal-Nordgipfel gegen den Erzrivalen THW Kiel. (DATENCENTER: Der DHB-Pokal)

Obwohl in der Bundesliga nach vier Siegen in Serie auf Platz vier, reichte es gegen den Liga-Primus noch nicht ganz. Trotzdem erkannte THW-Trainer Alfred Gislason an:

"Die Partie war viel enger, als es das Ergebnis aussagt. Als wir mit zwei Toren zurücklagen, sah es nicht so aus, als ob wir hier siegreich von der Platte gehen würden."

Knudsen bester Werfer

Dass sich die Kieler gegen die kampfstarken Hausherren in der Campushalle weitaus schwerer taten als noch beim 33:41-Bundesliga-Erfolg am siebten Spieltag, lag vor allem auch an Kreisläufer Michael Knudsen.

Der dänische Nationalspieler, der seinen Vertrag bei der SG wenige Tage zuvor um drei Jahre verlängert hatte, war mit sieben Treffern bester Flensburger Schütze. "Der Kopf ist jetzt frei und ich kann nach vorne schauen", betonte er.

Carlén rundum zufrieden

Rundum zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft war auch Flensburgs Trainer Per Carlén. "Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt. Bei der Pleite in der Liga waren wir noch drei Schritte zurück. Jetzt ist Kiel nur noch einen voraus", sagte der 49-Jährige.

"Wir haben einen großen Schritt im taktischen Bereich gemacht, nun müssen wir daran arbeiten", so Carlén weiter.

Taktischer Schachzug entscheidend

Dabei war es ausgerechnet ein taktischer Schachzug, der Kiel auf die Siegerstraße brachte. Die Zebras stellten Mitte der zweiten Hälfte die Abwehr um.

Gislason beorderte Marcus Ahlm auf die Halbposition. Das führte zum Erfolg. Die Gastgeber brauchten zu lange, um sich darauf einzustellen.

Elf Minuten ohne Tor

Ganze elf Minuten blieb das Carlén-Team ohne Tor. In dieser Schwächephase warf der Pokalgewinner der vergangenen drei Jahre vor rund 6300 begeisterten Zuschauern mit sechs Treffern den entscheidenden Vorsprung heraus.

"Marcus hat heut sein bestes Spiel der Saison gemacht. Darüber bin ich begeistert. Auch Thierry Omeyer war überragend", lobte Gislason seine Spieler.

Keine Zeit zum Trübsal blasen

Sein Gegenüber musste gestehen: "Wir haben das 45 Minuten lang taktisch super gemacht. Aber verloren ist verloren", sagte Carlén.

Lange Zeit Trübsal zu blasen, bleibt seinem Team sowieso nicht. Schon am kommenden Samstag steht die nächste Bundesligapartie gegen Minden an.

Dem THW hingegen fehlt nur noch ein Sieg für das erneute Erreichen des DHB-Pokal-Final-Four in Hamburg.

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