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Martin Schwalb übernahm den HSV am 21. Oktober 2005 © getty

Nach starken Champions-League- und schwachen Liga-Auftritten will der HSV jetzt im Pokal die Wende bestätigen.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Bislang war es nicht die Saison des HSV. Als Mitfavorit auf den Titel gingen die Hamburger in der Bundesliga regelmäßig baden.

In der Champions League hielt man sich dagegen schadlos.

Doch zuletzt zeigte die Formkurve auch auf nationaler Ebene wieder nach oben: Nach drei sieglosen Ligaspielen am Stück gelang am Wochenende ausgerechnet gegen den Tabellenführer aus Lemgo der lang ersehnte Befreiungsschlag.

Jetzt will der HSV beweisen, dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege war. Die Nordlichter treffen in der dritten Runde des DHB-Pokals auf den TV Grosswallstadt (20 Uhr LIVESCORES und im DSF).

Außerdem spielen am Dienstag in einem weiteren Bundesligaduell die Füchse Berlin gegen die SG Flensburg-Handewitt. Außenseiter HG Oftersheim-Schwetzingen - Vorletzter der Zweiten Liga Süd - kämpft gegen FA Göppingen um den Einzug ins Achtelfinale.

Revanche für Ligapleite

Die Hamburger können sich im Pokal auch für die bittere Niederlage revanchieren, die ihnen die Unterfranken in der Liga zufügten. Am 6. Spieltag verlor man auswärts mit 29:32 und schlitterte danach in eine Krise.

Dementsprechend kämpferisch gibt sich Coach Martin Schwalb: "Wir werden wie zuletzt alles in die Waagschale werfen und hochkonzentriert zu Werke gehen, um die nächste Runde zu erreichen."

Final Four im Visier

Ein Ausscheiden würde die entstehende Aufbruchsstimmung wohl wieder im Keim ersticken.

Zu gerne würde man beim "Final Four" vor den eigenen Fans um den Titel spielen. Auch für Schwalb ist klar: "Wir wissen, um was es in Grosswallstadt geht. Schließlich wollen wir im Pokal soweit wie möglich kommen."

Zudem der kürzeste Weg zu einem Titel noch immer über den Pokal führt. Es darf bezweifelt werden, dass der HSV nach dem Stolperstart in der Liga noch einmal zu einem ernsthaften Titelanwärter erwächst.

In der Champions League konkurriert man mit zahlreichen namhaften Gegnern von internationalem Format, Schwächen wie zuletzt in der Liga darf sich der HSV hier nicht leisten, wenn man um die europäische Krone mitspielen will.

Kein Selbstläufer

Also volle Konzentration auf den Pokal?

Dass das Spiel gegen den Tabellennachbarn kein Selbstläufer wird, weiß auch der zuletzt in der Kritik stehende Trainer des HSV nur zu genau: "Das Los hat uns bereits für die dritte Runde eine ungemein schwere Aufgabe beschert. Der TVG hat seine Stärke nicht nur gegen uns unter Beweis gestellt."

Geschenk zum Jubiläum?

In dem ganzen Trubel, der momentan um den HSV herrscht, geht beinahe unter, dass Schwalb auf den Tag genau seit drei Jahren als Trainer die Geschicke des HSV leitet.

Das schönste Geschenk, dass ihm die Mannschaft zu seinem Jubiläum machen könnte, wäre sicherlich ein Sieg beim TVG. Nicht nur Schwalb selbst, wohl ganz Hamburg würde aufatmen.

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