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Trotz der Bänderdehnung im linken Knöchel vom Samstag kann Zeitz (l.) gegen Lübbecke wohl mitmischen © imago

Markus Baur hat dem Tus N-Lübbecke neuen Lebenswind eingehaucht. Das soll im Pokal-Achtelfinale der THW zu spüren bekommen.

Von Jakob Gajdzik

München - Der DHB-Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Auf dieses Sprichwort hofft Außenseiter TuS N-Lübbecke im Achtelfinale gegen den favorisierten THW Kiel (ab 20.10 Uhr im SPORT1-LIVESTREAM).

"Die Fans erwarten keinen Sieg, aber einen aufopferungsvollen Kampf von uns", blickt Teammanager Zlatko Feric auf die Kräfteverhältnisse voraus.

Immerhin trifft ein Aufsteiger im zweiten Bundesligajahr auf den aktuellen Meister und Champions-League-Sieger. Somit hofft Feric, dass auch eine weitere Pokalfloskel greifen könnte: Du hast keine Chance, also nutze sie.

"Können unbeschwert aufspielen"

"Die Erwartungshaltung ist natürlich nicht allzu hoch. Die Chance liegt einfach darin, dass wir unbeschwert aufspielen können, da wir eindeutig nicht Favorit sind", sagt auch der neue Trainer Markus Baur.

Auch wenn die Vorzeichen zwar ungünstig sind, so hofft der TuS in der heimischen Merkur-Arena trotzdem auf den neuen Lebenswind, den ihnen der 39-Jährige eingehaucht hat (DATENCENTER: Ergebnisse DHB-Pokal)

TuS-Trend zeigt nach oben

Seit zwei Spielen coacht der Weltmeister von 2007 nun die Ostwestfalen, einem 29:24 gegen HSG Wetzlar folgte im letzten Spiel ein 29:29-Remis gegen den SC Magdeburg. Der Trend zeigt also nach oben.

"Bei uns muss alles passen und dafür beim THW nichts", sieht Rückraumspieler Arne Niemeyer trotz des zarten Aufschwungs nur eine kleine Siegchance. Gegen Magdeburg war der 29-Jährige mit zehn Toren der überragende Mann.

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Freie Auswahl für Baur ? THW atmet auf

Zudem kann Baur auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Mit Henrik Hansen kann auch der letzte Rekonvaleszent auflaufen. Die Verletzung an der rechten Hand hat sich nicht als schwerwiegend entpuppt.

Aufatmen kann auch der THW Kiel. Während der Dreifach-Belastung mit Liga, Pokal und Champions League hatten die Nordeutschen mit schweren Personalproblemen zu kämpfen und gingen sichtlich auf dem Zahnfleisch.

Nun entspannt sich die Lage.

Andersson wieder dabei

Beim souveränen 37:26 im letzten Spiel gegen den TSV Hannover-Burgdorf feierte Kim Andersson nach achtmonatiger Pause seine Rückkehr.

Zudem gab der Deutschland-Rückkehrer Robert Arrhenius, von 2003 bis 2006 bei der HSG Nordhorn aktiv, ein überzeugendes Debüt.

Auch Christian Zeitz, gegen Hannover noch mit Knöchelproblemen ausgeschieden, gab Entwarnung und kann in Lübbecke mitmischen.

Gislason trotz Favoritenrolle vorsichtig

"Zum ersten Mal in dieser Saison musste ich mich entscheiden, wer auf dem Spielberichtsbogen steht", freute sich THW-Coach Alfred Gislason nach der Partie.

Auf die leichte Schulter nimmt der Isländer den Gegner jedoch nicht, auch wenn er um die Favoritenrolle weiß: "In Lübbecke ist es nie einfach, das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Aber es hätte uns auch schlimmer treffen können, wir wollen in Lübbecke eine Runde weiter kommen".

Und hoffen, dass sich die Pokalfloskeln nicht bewahrheiten.

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