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Die Füchse Berlin feierten 2007 den Aufstieg in die erste Bundesliga © getty

Nach dem deutlichen Pokalsieg über den HSV Hamburg haben sich die Füchse Berlin endgültig in der nationalen Spitze etabliert.

Berlin - Den Ex-Klub aus dem Pokal geschmissen und einen weiteren Meilenstein gesetzt: Für Manager Bob Hanning wurde der 31: 27-Sieg gegen den HSV Hamburg zum ganz persönlichen Triumph.

Zu seiner Hamburger Zeit noch als "Napoleon" belächelt, landete "Bob der Baumeister" mit den Füchsen Berlin nach dem Liga-Sieg gegen den THW Kiel eine weitere Sensation.

"Das ist für mich ein ganz besonder Tag. Jetzt lasse ich mich mal richtig feiern", sagte Hanning nach dem verdienten Erfolg. Vor 6000 Zuschauern zeigte seine Mannschaft im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen den Favoriten und Bundesliga-Tabellenführer aus Hamburg eine Galavorstellung.

"Zwei Chancen auf Europa"

Nun fehlt nur noch ein Sieg zur Teilnahme am Final-Four. Hanning: "Jetzt haben wir zwei Chancen auf Europa. In der Bundesliga und im Pokal." (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle).

Vor den Augen von Bundestrainer Heiner Brand war Nationaltorwart Silvio Heinevetter wieder einmal der Sieggarant.

"Unglaublich, das war ein Hammer. Jeder weiß, dass der Pokal das Steckenpferd des HSV ist", sagte der Schlussmann und fiel seinen Mitspielern in die Arme. "Nachdem wir Kiel und den HSV zu Hause geschlagen haben, ist das etwas ganz Großes", schwärmte der Torwart.

Auch Berlins Rückraumspieler Sven-Sören Christophersen (8 Tore) und Alexander Petersson (7 Tore) zeigten starke Leistungen und sicherten dank eines furiosen Endspurts den Sieg.

Hanning genießt den Erfolg

Beide Spieler hatte Hanning vor dieser Saison an die Spree geholt. Top-Torschütze Christophersen war nach dem Abpfiff aus dem Häuschen: "Wir waren hier nur Außenseiter. Wir haben alles super umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben."

Hanning genoss den Erfolg gegen den Ex-Klub in vollen Zügen. Von 2002 bis 2005 war er in Hamburg als Coach tätig.

Er führte die Mannschaft aus dem Tabellenkeller bis in die Spitze der Bundesliga und wurde 2004 Supercupsieger. Im Juli 2005 wurde er Geschäftsführer beim damaligen Berliner Zweitligisten

Nun gelang der Durchbruch. Die Füchse stehen unter ihrem neuen Trainer Dagur Sigurdsson in der Bundesliga auf Rang zwei. "Alle Einkäufe passen zu hundert Prozent", sagte Hanning.

[kaltura id="0_lpv2tv2t" class="full_size" title="F chse werfen HSV raus"]

"Die Stimmung ist absolut im Eimer"

Während die Füchse feierten, konnte Titelverteidiger HSV Hamburg den ersten Titel der laufenden Saison abhaken.

"Die Stimmung ist absolut im Eimer. Wir haben uns das Final Four im eigenen Wohnzimmer versaut", sagte Rechtsaußen Stefan Schröder, nachdem die Nordlichter das Viererfinale in eigener Halle erstmals seit 2005 verpassten. "Wir sind alle schockiert über das Ergebnis", sagte Linksaußen Matthias Flohr.

Für HSV-Trainer Martin Schwalb war die Niederlage keine Überraschung: "Die Füchse waren in der entscheidenden Phase besser. Wir haben nicht die nötige Aggressivität und Ballgeschwindigkeit gehabt", meinte der enttäuschte Trainer.

Ab der 38. Minute ließ sein Team nach. Beim Stande von 19:16 wollten die Hanseaten die Führung nur noch verwalten.

Die Füchse witterten ihre Chance und drehten das Spiel.

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