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Marcus Ahlm (mit Pokal) trat 2009 Stefan Lövgrens Nachfolge als THW-Kapitän an © getty

THW-Kapitän Marcus Ahlm spricht bei SPORT1 über die Rettung der Saison mit dem souveränen Pokalsieg und den Endspurt in der Liga.

Von Julian Meißner

Hamburg/München - Die Erleichterung war den Kieler Spielern deutlich anzusehen.

Nach dem 30:24 (16:13) im Pokalfinale gegen die SG Flensburg-Handewitt brach zunächst kein euphorischer Jubel aus, vielmehr wirkten die erfolgsverwöhnten THW-Profis, als fiele ihnen ein Stein vom Herzen.

Schon lange vor dem Schlusspfiff in der Hamburger Arena hatte sich das Team von Trainer Alfred Gislason, der den Sieg in aller Stille genoss (Bericht), einen sicheren Vorsprung erarbeitet und schaffte es am Ende souverän, den befürchteten Tiefschlag noch zu vermeiden.

Mit dem siebten Pokalsieg der Vereinsgeschichte verhinderte der Rekordmeister und -Pokalsieger die erste Saison ohne Titelgewinn seit 2003 (DATENCENTER: DHB-Pokal).

Auch wenn nach dem Aus in der Champions League und dem Verpassen der Meisterschaft 2011 nur eine Trophäe in den Schrank wandern wird, freute sich Marcus Ahlm: "Wir haben einen von drei Titeln geholt, darüber sind wir sehr glücklich."

Im SPORT1-Interview spricht der THW-Kapitän über den Pokalsieg als Rettung der Saison, Lieblingsgegner Flensburg und den Endspurt in der Toyota HBL.

SPORT1: Herr Ahlm, Glückwunsch zum Pokalsieg. Haben wir an diesem Wochenende den alten THW gesehen?

Marcus Ahlm (lacht): Wieso, sind wir so alt?

SPORT1: Die Mannschaft hat sich in Hamburg anders präsentiert als zuletzt.

Ahlm: Ich denke, wir haben hier beide Spiele sehr gut durchgeführt. Wir haben unsere Linie gehalten, uns zweimal mit mehreren Toren abgesetzt und am Ende klar gewonnen. So wollten wir spielen: konstant und diszipliniert.

SPORT1: Ist die Saison des THW damit gerettet?

Ahlm: Wir haben einen von drei Titeln geholt, darüber sind wir sehr glücklich. Nicht viele Mannschaften schaffen das. Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen. Das hat dieses Wochenende und die ganze Pokal-Saison sehr gut geklappt, darüber freuen wir uns riesig. Das ist ja ganz klar.

SPORT1: Ist dieser Sieg etwas besonderes, weil es gegen den Erzrivalen Flensburg ging?

Ahlm: Ja, das finde ich schon. Spiele gegen Flensburg sind immer etwas Besonderes.

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SPORT1: Macht der Erfolg Mut für den Kampf um die Champions-League-Plätze in den verbleibenden Liga-Spielen?

Ahlm: Unser Ziel ist es natürlich, die restlichen drei Spiele zu gewinnen. Zunächst einmal geht es gegen Hannover, dann schauen wir weiter, wie immer von Spiel zu Spiel.

SPORT1: Aron Palmarsson hat im Finale von Beginn an im Aufbau gespielt und ein Riesenspiel gemacht. Wie haben Sie seine Leistung gesehen?

Ahlm: Auch die zweite Halbzeit des Halbfinales war überragend von ihm. Aber das ist ja auch schon nichts Neues. Er ist ein Riesenspieler, der in den kommenden Jahren noch besser werden wird. Er hat viel Potenzial, an dem er arbeiten kann.

SPORT1: Christian Zeitz ist zum besten Spieler des Turniers gewählt worden. Zu Recht?

Ahlm: Ja, das freut mich sehr. Er hat das absolut verdient.

SPORT1: Im Gegensatz zum Halbfinale haben Sie eine 6:0-Formation gedeckt. War das der Schlüssel zum Erfolg?

Ahlm: Die 3:2:1 im Halbfinale war auch gut, aber wir dachten, gegen Flensburg sollte das besser passen. Wir standen sehr gut heute. Es ist normal, dass man sich auf den Gegner einstellt.

SPORT1: Wie sind die Pläne für die Pokal-Party?

Ahlm: Ich habe nichts geplant, aber ich bin mir sicher, dass wir ordentlich feiern werden.

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