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Christian Schwarzer spielte 318 mal für das Nationalteam - seit 1989 © imago

Christian Schwarzer sagt, warum Noka Serdarusic' Zusage keinen wundern sollte. Es habe noch andere Wunschkandidaten gegeben.

Von Michael Spandern

München - Großangriff der Löwen: Nach dem Achtelfinal-Sieg bei der SG Flensburg-Handewitt im DHB-Pokal (Löwen beißen in Flensburg zu) rütteln die Rhein-Neckar Löwen auch personell am deutschen Machtgefüge.(DATENCENTER: Der DHB-Pokal)

Am Mittwoch gaben die Badener bekannt, dass der langjährige Kieler Erfolgscoach einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben habe. Zudem dürften sie den Weltklassemann Olafur Stefansson an der Angel haben.

Da Jesper Nielsen, Geschäftsführer des dänischen Sponsors Kasi-Group, auch als Gesellschafter einsteigt, "ist das im Bereich des Möglichen", sagte Löwen-Kreisläufer Christian Schwarzer zu Sport1.de und fügte an: "Ich glaube, da wird sich noch einiges mehr tun."

Mit Hopp im Rücken

Nielsen verlagert seine Aktivitäten offenbar vom dänischen Drittligisten Albertslund-Glostrup, wohin Stefansson eigentlich wechseln wollte, zu den Löwen.

Die haben mit Daniel Hopp, Sohn des Milliardärs und SAP-Gründer Dietmar Hopp, noch einen finanzkräftigen Gesellschafter.

"Er ist hauptsächlich bei den Adlern Mannheim tätig, hat sich jetzt aber stärker bei den Rhein-Neckar Löwen hineingehängt", erläutert Schwarzer. "Mit einer Firma wie SAP im Hintergrund lässt sich einiges bewirken, siehe Hoffenheim im Fußball."

Ein "Gegenpol" zu Kiel

"Die Löwen werden ja als Ersatz für mich einen Kreisläufer holen, und auch auf der Rückraum-Mitte soll noch etwas passieren", nennt der 39-Jährige, der nach dieser Saison seine aktive Laufbahn beendet, die nächsten Baustellen.

Und auch das Ziel: "Die Kieler haben auch lange arbeiten müssen, um dahin zu kommen, wo sie sind. Die Löwen wollen das auch schaffen. Ich glaube, sie können ein Gegenpol im Süden sein."

Da passt Serdarusic, der elf deutsche Meisterschaften und 2007 die Champions League mit Kiel gewann, natürlich in den Plan. "Wer die Erfolgsliste von Noka Serdarusic kennt, braucht sich nicht zu wundern, dass die Löwen ihn gewählt haben."

Olsson und Lindgren nicht zu haben

In den vergangenen zwei, drei Wochen seien Gerüchte, dass der gebürtige Kroate den Posten übernimmt, zum Team durchgedrungen. "Am Dienstag wurde uns dann gesagt, dass er der neue Coach sein wird", berichtet Schwarzer.

Letztlich sei es aber auch eine Frage der Verfügbarkeit gewesen: "Du musst ja letztlich einen Trainer nehmen, der auch zu haben ist. Andere Wunschkandidaten wie Ola Lindgren und Staffan Olsson sind ja vertraglich gebunden", so der Weltmeister.

Lindgren coacht die HSG Nordhorn, Olsson IF Hammarby, und zusammen betreuen die Skandinavier das schwedische Nationalteam.

Auch karitativ im Einsatz

Auch Schwarzer ist in der kommenden Saison unter Vertrag: als Jugendkoordinator für den Deutschen Handball-Bund, zwischen 150 und 180 Tage im Jahr muss er in diesem Job arbeiten.

Daneben habe er drei drei Jobs in Aussicht, zwischen denen er sich entscheiden will: bei den Rhein-Neckar Löwen, dem saarländischen Verband und dem Regionalligisten Saarlouis.

Außerdem engagiert er sich nach wie vor als Pate für die Homburger Uniklinik bei der Aktion www.herzkrankes-kind-homburg.de .

Momentan bietet er Liebhaberstücke zugunsten von Kinder mit Herzfehlern an (www.sport-auktion.de) . Auch über seine Homepage www.christian-schwarzer.de geht es zu Auktionen; z.B. ein Spielball der Olympischen Spiele in Peking oder ein von NBA-Superstar Dirk Nowitzki unterzeichnetes Trikot sind zu ersteigern.

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