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Daniel Svensson (m.) spielt seit 2011 beim TuS N-Lübbecke © imago

Vor dem Viertelfinale in Lübbecke verdrängen die Gummersbacher das letzte Aufeinandertreffen. TuS-Coach Baur ist siegessicher.

Von Katharina Blum und Annette Bachert

München - Vier Kugeln werden am Donnerstag in dem Los-Topf liegen, aus dem Hamburgs Fußball-Coach Thorsten Fink die Paarungen für das Lufthansa Final Four (ab 14 Uhr im LIVESTREAM) ziehen wird.

Noch ist kein Team fix drin im Topf, acht Vereine wollen und müssen noch die letzte Hürde Viertelfinale nehmen.

Für den einen ist diese ein kleiner Gartenzaun, für die anderen schon eher eine meterhohe Mauer.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die SG Flensburg-Handewitt, der THW Kiel sowie der HSV Handball am Donnerstag durch den Los-Topf kugeln werden (DATENCENTER: Der DHB-Pokal).

Liga-Duell verspricht Spannung

Zweitligist TV 1893 Neuhausen gegen die SG (ab 20.15 Uhr), dem TSV Hannover-Burgdorf gegen Kiel (ab 20.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) und Drittligist EHV Aue gegen den HSV (Mi., ab 20.15 Uhr im LIVESTREAM) bleiben wohl nicht mehr als Außenseiterchancen.

Wirklich Spannung verspricht wohl nur das Duell zwischen dem Tabellen-Neunten TuS N-Lübbecke und dem 15. VfL Gummersbach (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

"Alle wissen, dass das ganz schlecht war"

In der Toyota HBL setzte es für den VfL zwar die wohl bitterste Saisonniederlage beim TuS, Thema sei das in den letzten Tagen aber kaum gewesen. Mit 25:40 ging das Team Mitte Oktober mit ihrem damaligen Trainer Sead Hasanefendic in Lübbecke unter - nach 16 Minuten stand es sogar 0:11.

"Alle wissen, dass das ganz schlecht war. Es ist also gar nicht nötig, von Revanche zu reden. Morgen ist ein neues Spiel und das wollen wir gewinnen", erklärt Chefcoach Emir Kurtagic, der nach Hasanefendic? Entlassung Anfang Dezember vom Co- zum Cheftrainer aufstieg.

"Etwas ganz besonderes"

Aber auch im DHB-Pokal ist es ein Treffen alter Bekannter. 2010 waren sowohl Lübbecke wie auch Gummersbach beim Final Four in Hamburg dabei - zuletzt mit besserem Ausgang für das Team von Markus Baur.

Nach der Halbfinal-Pleite gegen den HSV gewannen die Lübbecker das "kleine Finale" mit 29:26 gegen Gummersbach, die sich in ihrem Semifinale den Rhein-Neckar Löwen beugen mussten.

"Wer damals schon dabei war weiß, was für ein tolles Erlebnis das Lufthansa Final Four ist. Und das nicht nur aus Sicht des Vereins, auch für jeden persönlich ist es etwas ganz Besonderes", sagt TuS-Teammanager Zlatko Feric.

Abstiegskampf interessiert nicht

Wie Feric will auch Baur, der den Verein zum Saisonende verlässt, unbedingt noch einmal nach Hamburg: "Das Final Four ist etwas, wo man gerne hin möchte - schon vor der Saison und erst Recht jetzt, wo nur noch eine Hürde zu nehmen ist."

Ähnliches lässt auch Kurtagic verlauten: "Trotz Abstiegskampf, das ist immerhin das Viertelfinale und wer da gewinnt, zieht ins Final Four nach Hamburg ein. Diese Chance wollen wir natürlich nutzen."

Kurtagic warnt vor "gefährlichem Rückraum"

Die Ausgangslage könnte wohl aber kaum unterschiedlicher sein. Der VfL reist mit wettbewerbsübergreifend (Liga und Europapokal) vier Siegen in Folge nach Lübbecke, die Gastgeber warten seit Mitte Dezember auf einen Erfolg. Dies spiegelt laut Kurtagic aber nicht das eigentliche Können des Gegners wider.

"Sie haben eine sehr starke Abwehr und einen gefährlichen Rückraum mit unserem ehemaligen Shooter Drago Vukovic, Arne Niemeyer sowie Kristian und Daniel Svensson", weiß der VfL-Coach.

Baur äußerst selbsbewusst

Ebenso respektvoll spricht auch Baur über den Gegner: "Auch in der Hinrunde hatte Gummersbach die Qualität, um im Grunde nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, aber sie sind sicherlich stabiler geworden als vor dem Jahreswechsel."

Und fügt selbstbewusst an: "Dennoch, wenn beide Mannschaften die vollen 60 Minuten am Limit spielen, werden wir die Partie gewinnen."

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