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Vor seinem Wechsel nach Hamburg spielte Arne Niemeyer elf Jahre für GWD (l. Ingmundarson) © getty

Im Pokalviertelfinale muss der HSV zu Arne Niemeyers Ex-Klub GWD Minden. Auch Kiel darf sich des Final Four nicht sicher sein.

Von Michael Spandern

München - In den Viertelfinals des DHB-Pokals (ab 19.30 Uhr LIVESCORES ) zittern Bundesliga-Spitzenreiter THW Kiel und der zweitplatzierte HSV Handball vor einer Sensation.

Sowohl die Kieler, die vor dem Gastspiel bei der HSG Wetzlar erhebliche Verletzungssorgen haben, als auch der HSV, der im Hexenkessel von GWD Minden ran muss, haben auf nationaler Bühne stolze Serien zu verteidigen.

Der THW ist seit dem 1. Dezember 2007 ungeschlagen, der HSV hat zwölf Siege in Folge errungen. Doch im Kampf um den Einzug ins Final Four, den die Liga mit mindestens 150.000 Euro für jeden Halbfinalisten honoriert, dürften die Außenseiter besonders motiviert sein.

Nur sechs gesunde Feldspieler beim THW?

Das gilt auch für den Zweitliga-Süd-Spitzenreiter HSG Düsseldorf, der bei den Rhein-Neckar Löwen antritt, und Zwangsabsteiger HSG Nordhorn-Lingen (Zwangsabstieg von Nordhorn steht fest) , der durch einen Sieg beim VfL Gummersbach vorerst letztmals auf einer großen Bühne vorspielen könnte.

Die Kieler beschäftigen sich angesichts von bis zu fünf Ausfällen lieber mit sich selbst. Neben Börge Lund und Stefan Lövgren muss auch Vid Kavticnik wegen seiner Knieverletzung aus dem Spiel bei Ciudad Real passen. Zudem plagt sich Nikola Karabatic weiterhin mit Knie- und Fußgelenkproblemen, und Filip Jicha kämpft gegen eine Bronchitis.

"Das macht acht gesunde Spieler minus zwei Torhüter. Ergebnis: sechs gesunde Feldspieler", rechnet Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker vor.

Auf Augenhöhe mit den Großen

Grund genug für Gastgeber Wetzlar, sich Mut zu machen: "Trotz der enttäuschenden Ergebnisse in den vergangenen Spielen glauben wir an die Pokal-Sensation", erklärte der Sportliche Leiter Rainer Dotzauer.

Und er hat Gleichgesinnte ausgemacht: "Zur Auslosung der Halbfinalpartien sind wir bereits nach Hamburg eingeladen. Es scheint also, dass uns auch der Deutsche Handball-Bund eine Minimalchance gegen Kiel einräumt."

Und die HSG hat bewiesen, dass sie zu Hause auf Augenhöhe mit Champions-League-Viertelfinalisten agieren kann: Die Rhein-Neckar Löwen verloren 31:33, die SG Flensburg-Handewitt musste sich mit einem Remis begnügen und der HSV gewann nur glücklich mit 29:28.

Beide Lijewskis außen vor

Just dieser HSV erwartet in Minden "eine ganz schwere Partie", warnt Trainer Martin Schwalb vor dem Tabellen-13. (Ergebnisse und Tabelle)

Nationalspieler Arne Niemeyer, der in Hamburg nur eine Nebenrolle spielt, kehrt in seine langjährige Heimat zurück. "Das ist das erste Mal, dass ich in der Kampa-Halle als Gast auflaufe. Ich hoffe, dass ich gelassen bin", sagte der 27-Jährige.

Bei den Hanseaten fallen die beiden Polen Marcin (Meniskus-Operation) und Krzysztof Lijewski (Innenbandverletzung) aus, Pascal Hens (Achillessehnen-Beschwerden) will auf die Zähne beißen. Schließlich winkt den Hamburgern die vierte Teilnahme in Serie am Final Four, das am 9. und 10. Mai in der heimischen Color-Line-Arena steigt.

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