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Die Kieler bezwangen die Löwen im Halbfinale 2008 mit 38:34 © getty

Die Rhein-Neckar Löwen treffen im Pokal-Halbfinale auf die Kieler "Zebras" - dem HSV zieht Uwe Seeler ein günstigeres Los.

Hamburg - Titelverteidiger THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen sowie Gastgeber und Vorjahresfinalist HSV Hamburg und der VfL Gummersbach stehen sich beim Final Four in den Halbfinals um den deutschen Handball-Pokal in Hamburg am 9. und 10. Mai gegenüber.

Das Hamburger Fußball-Idol Uwe Seeler zog am Mittwoch die Lose für das Finalturnier. Die Halbfinals werden voraussichtlich um 14.00 und 16.00 Uhr angeworfen, das Endspiel am Sonntag wahrscheinlich um 16.00 Uhr.

Der HSV, der sich am Mittwoch mit 24:18 beim dreimaligen Pokalsieger GWD Minden durchgesetzt hatte, trifft damit auf den einzigen verbliebenen Verein, der nicht im Champions-League-Viertelfinale steht. Gummersbach hatte die HSG Nordhorn-Lingen denkbar knapp mit 25:24 ausgeschaltet.

VfL-Geschäftsführer Francois Xavier Houlet scherzte unmittelbar nach der Auslosung: "Wir waren hier die beliebteste Mannschaft ? jeder wollte uns als Los haben."

"Da kann ich nichts für"

"Ich hab mein Bestes gegeben", kommentierte der Ehrenspielführer Fußball-Nationalmannschaft schelmisch. "Ich mache das sehr gerne, ich mache das blind. Ob das den Vereinen dann passt, da kann ich nichts für. Ich wünsche allen Teams aber viel Erfolg."

Die Kieler erreichten das Final-Four-Turnier trotz großer Verletzungssorgen durch einen 31:23 Erfolg bei der HSG Wetzlar.(Favoriten marschieren ins Final Four) Sie sind jedoch gewarnt: 2006 verloren sie im Halbfinale mit 31:33 gegen die Badener. Im Pokalfinale 2007 gewann der THW aber mit 33:31 gegen die Löwen und behielt auch ein Jahr später im Halbfinale die Oberhand.

Schwenke hätte sich Kiel "erst im Finale gewünscht"

Die Rhein-Neckar Löwen zogen am Mittwoch durch das 40:32 gegen Zweitligist HSG Düsseldorf zum vierten Mal in Folge ins Final Four ein.

"Sportlich ist der THW natürlich der dickste Brocken. Wenn man gegen Kiel spielt, ist man immer Außenseiter", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm. Und Coach Wolfgang Schwenke ergänzte: "Sicherlich hätte ich mir den THW erst im Finale gewünscht. Aber egal, wir nehmen es, wie es kommt."

Frank Bohmann, der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), lenkte davon ab, dass ausgerechnet die Teams, die im Mittelpunkt der Kieler Affäre (Löwen-Verdacht: Kiel hat zehn Spiele gekauft) stehen, aufeinandertreffen: "Es ist ganz wichtig, dass es wieder um den Sport geht. Und für die deutschen Schiedsrichter lege ich die Hände ins Feuer."

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