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Viktor Szilagyi (l.) und Alexandros Alvanos feiern gemeinsam den Triumph im EHF-Cup © imago

Im Rückspiel gegen RK Gorenje Velenje behalten die Gummersbacher einen kühlen Kopf und holen ihren ersten Titel seit 18 Jahren.

Köln - Der Traditionsverein VfL Gummersbach hat nach 18 Jahren seine Titel-Durststrecke beendet: Mit dem souveränen 26:22 (16:8) im Final-Rückspiel gegen den slowenischen Meister RK Gorenje Velenje gewann der VfL den EHF-Pokal.

Damit feierte der VfL den ersten Titel seit dem Gewinn der zwölften deutschen Meisterschaft 1991.

Einen Europacup hatten die Oberbergischen, die ihren 29:28-Vorsprung aus dem Hinspiel (Gummersbach mit einer Hand am Cup) locker verteidigten, zuletzt vor 26 Jahren mit dem Sieg im Landesmeister-Wettbewerb 1983 geholt. ad

Nachdem am Sonntag der THW Kiel im Finale der Champions League sowie am Samstag die HSG Nordhorn im Cup der Pokalsieger gescheitert waren, sicherte der Altmeister aus Gummersbach zumindest einen deutschen Titel im europäischen Vereinshandball.

Der EHF-Cup ging zum zweiten Mal an den VfL, nachdem der Klub 1982 den damals noch als IHF-Pokal bezeichneten Wettbewerb gewonnen hatte.

"Haben vom Titel geträumt"

"Das tut dem ganzen Verein gut. Das kann ein Signal für die Zukunft sein", sagte Bundestrainer Heiner Brand, der beim Landesmeister-Triumph 1983 selbst noch als Spieler beim VfL am Ball war.

"Gummersbach ist ein großer Name, da muss man irgendwann auch solche Erfolge haben", meinte VfL-Trainer Sead Hasanefendic.

"Wir haben von diesem Titel geträumt und wollten ihn unbedingt nach Gummersbach holen", sagte der überragende Torhüter Goran Stojanovic, der Feierlichkeiten mit offenem Ende ankündigte: "Wir wissen noch nicht, ob zwei oder zwanzig Stunden.

Stojanovic überragend

Vor 14.231 Zuschauern in der Kölner WM-Arena präsentierten sich die Gastgeber von Beginn an als deutlich aktivere Mannschaft.

Die Slowenen agierten vor der beeindruckenden Kulisse zunächst sichtlich nervös und scheiterten bei hektisch abgeschlossenen Angriffen häufig am immer wieder hervorragend reagierenden VfL-Torwart Goran Stojanovic.

Der VfL spielte seine Angriffe souverän zu Ende, nutzte nach Fehlern des Gegners die sich bietenden Konterchancen und zog bis zur 20. Minute auf 11:3 davon.

Beruhigender Pausenstand

In der Folge drosselten die Gummersbacher mit dieser komfortablen Führung im Rücken ihr extrem hohes Anfangsstempo, behielten aber gleichzeitig in der Defensive die Oberhand gegen zunehmend ratlos wirkende Velenje-Spieler.

Die Hausherren nahmen somit die Acht-Tore-Führung (16:8) mit in die Halbzeitpause.

Szenenapplaus von den Zuschauern

Im zweiten Durchgang wurde der Spielfluss der Gummersbacher zunehmend durch Fouls unterbrochen, da die Gäste versuchten, über verstärkten körperlichen Einsatz ins Spiel zu finden. Doch die Gastgeber zeigten sich von den Bemühungen der Slowenen unbeeindruckt.

Frenetisch angefeuert vom begeisterten Publikum hielten die Gummersbacher körperlich dagegen und Velenje bis zum Schlusspfiff weiter auf Distanz.

Szenenapplaus verdiente sich ein ums andere Mal Keeper Stojanovic, der die Gäste mit seinen Paraden zur Verzweiflung trieb. Bester VfL-Werfer war Vedran Zrnic mit sieben Toren.

Das Stenogramm zum Spiel:

VfL Gummersbach - RK Gorenje Velenje 26:22 (16:8) Tore: Ilic (7/3), Zrnic (7), Krantz (3), Gunnarsson (3), Vukovic (2), Szilagyi (1), Lützelberger (1), Alvanos (1), Wagner (1) für GummersbachBester Werfer bei Gorenje Velenje: Dobelsek (5) Zuschauer: 14.231

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