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Noka Serdarusic scheiterte mit dem slowenischen Team bei der EM in der Zwischenrunde © getty

Die Auslosung für das EHF-Cup-Viertelfinale ergibt ein pikantes Duell: Flensburg bekommt es mit dem Serdarusic-Klub Celje zu tun.

Wien - Die deutschen Klubs sind bei der Auslosung zum Europapokal-Viertelfinale Bundesliga-Duellen aus dem Weg gegangen, haben aber teils harte Brocken erwischt.

Im EHF-Pokal muss sich die SG Flensburg-Handewitt mit dem slowenischen Topklub Celje Pivovarna Lasko und dem früheren Kieler Meistertrainer Noka Serdarusic auseinandersetzen.

Die Partie weckt Erinnerungen an das Champions-League-Finale zwischen Flensburg und dem THW im Jahre 2007. Damals holte sich Serdarusic mit den Kielern den Pott.

Die Partie steht allerdings unter Manipulationsverdacht. Die Kieler Staatsanwaltschaft hat bereits Anklage gegen Serdarusic und den damaligen THW-Manager Uwe Schwenker erhoben.

Flesnburg-Handewitt prüft zudem eine Schadensersatzklage gegen den Rivalen.

Doppelte Chance zur Revanche

Aber nicht nur das Duell Flensburg gegen Serdarusic hat eine Vorgeschichte. 2004 standen sich auch die beiden Klubs SG und Celje im Finale der Champions League gegenüber. Die Slowenen entschieden das Duell damals für sich.

Flensburg brennt also gleich doppelt auf Revanche.

Geschäftsführer Holger Kaiser freut sich bereits auf packende Duelle: "Mit dieser Paarung zieht wieder einmal Champions-League-Flair in die Campushalle ein. Für mich ist das ein vorgezogenes Endspiel."

Lemgo muss nach Spanien

Der TBV Lemgo hat mit BM Aragon aus Spanien ebenfalls eine schwierige Aufgabe zu lösen.

Lemgos Geschäftsführer Volker Zerbe stellt sich auf "zwei interessante und spannende Begegnungen" ein: "Dass wir zunächst wieder ein Heimspiel haben, sehe ich nicht unbedingt als Nachteil, im Viertelfinale stehen praktisch nur noch Mannschaften, die miteinander auf Augenhöhe sind."

Sowohl Lemgo als auch Flensburg müssen am 27./28. März zunächst zuhause antreten, die Entscheidung fällt am 3. /4. April in fremder Halle. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle der Bundesliga).

Gummersbach nach Dänemark

Als dritter deutscher Vertreter im EHF-Pokal empfängt Frisch Auf Göppingen zunächst den Schweizer Spitzenklub Kadetten Schaffhausen.

Im Pokalsiegerwettbewerb bekommt es der VfL Gummersbach mit Tvis Holstebro aus Dänemark zu tun.

Trainer Sead Hasanefendic warnt: "Holstebro ist ein sehr unbequemer Gegner. Sie haben ausländische Top-Spieler in ihren Reihen, die gleichzeitig Nationalspieler ihrer Länder sind oder es zumindest waren. Sie spielen einen schnellen Handball mit einer guten Deckung. Wir werden sehr gut spielen müssen, um gegen Holstebro erfolgreich zu sein."

Der EHF-Cup-Sieger des Vorjahres darf zunächst auswärts antreten.

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